Dalness ist so abgelegen, dass selbst der Mann vom Bergrettungsdienst noch nie davon gehört hat. „Dalness? Wo ist das?“ Notiz an mich selbst: Pass auf, dass du dich in Dalness nicht verirrst. Auch unser Satellitennavigationssystem kennt den Ort nicht. Also haben wir heute Morgen die genauen GPS-Koordinaten von Dalness eingegeben, bevor wir das einzig Sinnvolle getan haben, das jeder Autobegeisterte, der etwas auf sich hält, mit einem Auto und ein paar freien Tagen anfangen sollte: Schal fest umbinden und auf ins grandiose schottische Hochland.

Mann fährt mit einem Auto durch eine große Wasserlache

Ab durch die Sintflut

Laut britischem Wetterdienst ist Dalness der regenreichste Ort im gesamten Vereinigten Königreich. Hier kann man sich jedes Jahr über durchschnittlich 3,3 Kubikmeter Niederschlag „freuen“. Glücklicherweise liegt es aber auch inmitten einiger der spektakulärsten Highland-Kulissen.

Die Straßen sind auch nicht allzu marode – großartige Asphaltstreifen, die sich majestätisch durch Talsohlen ziehen und sich in die Flanken Ehrfurcht gebietender Bergketten schneiden. Die Natur und die Straßen des schottischen Hochlands gehören zu den besten Schauplätzen, die Europa seinen Autofahrern zu bieten hat – und das rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr.

Als wir den Ort endlich finden, fragen wir uns zuerst, wer in Dalness überhaupt den Niederschlag messen soll. Abgesehen von einer Herde neugieriger Rehe sehen wir kein einziges Lebewesen. Eine Karte von der Umgebung zeigt uns, dass Dalness an der südwestlichen Grenze der 5.800 Hektar großen Region „Glencoe and Dalness Range“ liegt, die zum „National Trust for Scotland“ gehört.

Dalness liegt nur ein paar Meilen westlich der A82 von Fort William nach Crianlarich. Es ist ausgeschildert in Richtung Glen Etive. Hier bahnt sich die namenlose Straße ihren Weg und liefert sich ein Wettrennen mit dem Fluss Etive, der genau in der Talsohle verläuft. Das orangefarbene Heidekraut, das der umliegenden Landschaft seinen unverwechselbaren Farbton verleiht, wird wieder einmal ordentlich getränkt. Wasser ergießt sich ununterbrochen aus dem Himmel und sturzbachartig von den Berghängen herab. Aus Flüssen werden reißende Ströme und die Wellen der Lochs branden mächtig gegen die Ufer, während grimmige Winde den Regen horizontal vor sich hertreiben.

Straße ins Nirgendwo

Doch nicht einmal das schlechte Wetter kann uns die Laune verderben; die leeren Straßen gehören uns. Die A82 ist genau die Art von Straße, die man braucht, um ein Auto mal richtig auszufahren. Sie ist schnell bietet gute Sicht und ist mit vielen Höhenveränderungen gesegnet – mit anderen Worten: Hier kann man das Fahren genießen.

Allerdings gibt es hier weder Einkaufsmöglichkeiten noch Verkehr. Kaum zu glauben, wie dünn besiedelt die Highlands sind. Die Tatsache, dass man diese Straßen und die Landschaft, die sie umgibt, für sich alleine hat, macht die Region zu einem der Geheimtipps für Autobegeisterte in Europa.

Auto auf der Straße an einem Bergsee

Shell V-Power Test

Eine Warnung vorab: Behalten Sie die Tankanzeige im Auge. Die nächsten Gelegenheiten für einen Boxenstopp gibt es erst in Glasgow bzw. Fort William. Wenn Sie also dorthin reisen, sollten Sie in Glasgow unseren leistungsstärksten Kraftstoff Shell V-Power Racing tanken, bevor Sie sich weiter in den Norden wagen.

Als wir mehr Kraftstoff brauchen, fragt uns die Frau hinter dem Tresen der Tankstelle, wo wir hinwollen. „Dalness?“, fragt sie. „Nie davon gehört.“ Doch als ich ihr erzähle, dass es sich dabei um den regenreichsten Ort Großbritanniens handle, gewinnt ihr schottischer Stolz die Oberhand. „Das stimmt nicht! Das ist Fort William. Anderswo misst man den Regen in Millimetern, hier messen wir ihn in Fuß!“

Wir machen einen Stopp am Kingshouse, einem alten Fort mit glimmenden Kohlenfeuern und Mauern, die Geschichten erzählen könnten, die einem kalte Schauer über den Rücken laufen lassen. Mit den angebotenen Scones könnte man eine ganze Armee verköstigen – doch wir sind die einzigen Gäste. Das erinnert uns daran, dass erst der richtige Zeitpunkt – der späte Herbst oder der frühe Frühling – es ermöglicht, seine Leidenschaft auszuleben, einige der aufregendsten Straßen Europas zu befahren.

Zeit, noch einmal richtig Spaß zu haben. Wen interessiert schon, ob sich am Horizont ein Sturm zusammenbraut?

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*Abhängig von Typ und Alter des Fahrzeugs, sowie von Fahrbedingungen und Fahrstil können die sich tatsächlich ergebenden Vorteile unterschiedlich ausfallen.

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