Herr Schäfer, welche Antriebskonzepte und Energieträger spielen heute im Gütertransport eine besondere Rolle?

Schäfer: Im Güterverkehr dominiert nach wie vor der Diesel-Motor, insbesondere auf der Straße und im maritimen Bereich. Allerdings zeichnet sich bei den Nutzfahrzeugen in einigen Bereichen ein gewisser Trend hin zu Gas-, Hybrid- oder auch rein elektrischen Antrieben ab. Anstelle der typischen Kraftstoffsorten im Straßenverkehr haben wir inzwischen eine Vielzahl unterschiedlicher Antriebsarten. Ihr jeweiliger Anteil am Energiemix verändert sich aber immer wieder.

Warum kommt es zu diesen Schwankungen?

Schäfer: Zu den wesentlichen Faktoren zählen einerseits gesetzliche Regelungen, insbesondere im Hinblick auf die Emissionen bei Kraftfahrzeugen. Andererseits gehört auch der Wunsch der Unternehmen nach immer sparsameren Fahrzeugen dazu. Beide Aspekte hängen zusammen, denn je weniger Kraftstoff ein Fahrzeug verbraucht, desto weniger Schadstoffe werden ausgestoßen. Um dieses Ziel zu erreichen und den steigenden Anforderungen der Unternehmen und Hersteller gerecht zu werden, arbeiten wir bei Shell eng mit führenden Motorenherstellen in ganz Europa zusammen. Schon im frühen Entwicklungsstadium der neuen, komplexen Antriebe werden wir als Kraftstoffexperten hinzugezogen.

Welchen Herausforderungen sieht sich die Transport- und Logistikbranche gegenüber?

Schäfer: Die Herausforderungen sind enorm: Die Weltbevölkerung wird von derzeit sieben auf neun Milliarden Menschen im Jahr 2050 steigen. Mit zunehmendem Wohlstand vor allem in den Schwellenländern wird sich die Energienachfrage im gleichen Zeitraum verdoppeln. Heute gibt es weltweit rund 900 Millionen Fahrzeuge, 2035 werden es voraussichtlich bereits 1,7 Milliarden sein. Dennoch soll Mobilität auch in Zukunft bezahlbar und wirtschaftlich sein, gleichzeitig müssen Emissionen reduziert und der Kraftstoffverbrauch noch weiter gesenkt werden. Die Themen Effizienz, Leistungskraft und Zukunftsfähigkeit bestimmen die Entwicklung einer der wichtigsten Branchen weltweit. Shell ist der richtige Partner, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Auf Grund seines vielfältigen Produktportfolios können wir unseren Kunden schon heute individuelle und maßgeschneiderte Lösungen anbieten, die wirtschaftliche sowie nachhaltige Aspekte miteinander vereinen.

Welche Lösungen bieten sich aus Ihrer Sicht als Kraftstoffhersteller für das geschilderte Szenario an?

Schäfer: Shell möchte dazu beitragen, den steigenden Energiebedarf auf wirtschaftlich, ökologisch und sozial verträgliche Weise zu decken. Daher arbeiten wir bei Shell stetig an der Weiterentwicklung unserer Produkte und investiert mit 1,3 Milliarden Dollar pro Jahr mehr in Forschung und Entwicklung als jedes andere internationale Energieunternehmen. Dabei setzen wir sowohl auf die Effizienzsteigerung konventioneller als auch auf die Entwicklung innovativer Kraft- und Schmierstoffe, die den Verbrauchern helfen, Energie zu sparen. Neben den klassischen Energieträgern, also den bekannten Kraftstoffsorten, werden angesichts der weiter vorherrschenden Verbrennungsmotoren vergleichsweise junge Produkte wie Shell GTL Fuel oder etwa Shell LNG den Markt zukünftig noch stärker durchdringen. Die beiden innovativen Kraftstoffe basieren auf Erdgas und können verstärkt dazu beitragen, beispielsweise Partikel- und Stickoxidemissionen dauerhaft zu reduzieren. Mit Blick auf die großen weltweit vorhandenen Erdgasreserven sehen wir hier eine zukunftsträchtige Lösung, die einerseits die gewünschte Versorgungssicherheit auf lange Sicht bietet, andererseits aber auch den Forderungen nach weniger Emissionen entgegenkommt.

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