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Shell Energie-Dialog in Düsseldorf - 09.06.2009
„Auto-Mobilität im Wandel“ – Wie geht es weiter mit dem Auto nach der Finanz- und Wirtschaftskrise?
Referenten
Begrüßung:
- Dr. Peter Blauwhoff, Vorsitzender der Geschäftsführung, Deutsche Shell Holding GmbH Begrüßungsstatement Shell Energie-Dialog Düsseldorf 09.06.2009
Präsentation Kern-Ergebnisse der 25. Shell Pkw-Szenarien:
- Dr. Jörg Adolf, Chef-Volkswirt, Shell Deutschland Oil GmbH Präsentation Shell Pkw-Szenarien Düsseldorf 09.06.2009
Podium:
- Ekhard Zinke, Präsident, Kraftfahrt-Bundesamt
- Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Steiger, Leiter Zukunftstechnologien, Volkswagen AG
- Staatssekretär Dr. Jens Baganz, Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen
- Dr. Roman Suthold, Leiter Verkehr und Umwelt, ADAC Nordrhein
- Dr. Jörg Adolf, Chef-Volkswirt, Shell Deutschland Oil GmbH
Moderation:
- Daniel Goffart, Ressortleiter Wirtschaft & Politik, Handelsblatt
Experten einig: Der Autostandort Deutschland wird die Krise überleben
Mehr als 200 Gäste beim Shell Energie-Dialog in Düsseldorf
Von Cornelia Wolber
Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen. Dieses Zitat von Winston Churchill bemühten auch die Referenten des 21. Shell Energie-Dialogs zum Thema „Auto-Mobilität im Wandel – und wie geht es weiter mit dem Auto nach der Finanz- und Wirtschaftskrise“, zu dem am Dienstagabend mehr als 200 Gäste ins Meilenwerk nach Düsseldorf kamen.
„Auch wir verfügen nicht über eine Glaskugel, mit der wir die automobile Zukunft nach der Krise vorhersagen können“, sagte der Vorsitzende der Geschäftführung Deutsche Shell Holding GmbH, Dr. Peter Blauwhoff. Wohl aber gehöre Shell zu den Pionieren der Szenario-Technik. So beobachte das Unternehmen bereits seit 1958 die Entwicklung des motorisierten Individualverkehrs.
Das Ergebnis der 25. Shell Pkw-Szenarien, die Shell Chefvolkswirt und Mitverfasser Dr. Jörg Adolf in seinem Einführungsreferat skizzierte, ließ Hoffnung aufkommen, dass der Autostandort Deutschland Zukunft hat. „Trotz Finanz- und Wirtschaftskrise wird der Pkw-Bestand in Deutschland mittelfristig zunehmen“, sagte Adolf.
Hauptgründe für den Anstieg von heute (2007) 47 Millionen auf 49,5 Millionen in 2030 ist die zunehmende Motorisierung der Frauen im Allgemeinen sowie der zunehmende Motorisierungsgrad im Alter. Trotz Zunahme alternativer Antriebsformen wie Hybrid-, Elektro- und Wasserstofftechnologie wird der Verbrennungsmotor auch in Zukunft die Hauptantriebsart bleiben. Der Kraftstoffverbrauch wird jedoch weiter sinken. Auch die CO2-Emissionen gehen deutlich zurück.
Rückenwind für die eher verhaltene Position von Shell zur Entwicklung der E-Mobilität kam vom Präsidenten des Kraftfahrt-Bundesamtes in Flensburg, Ekhard Zinke. Die Behörde ist nicht nur zuständig für die „Verkehrssünderkartei“, sondern ist auch Typzulassungsbehörde und führt die nationalen Statistiken über Pkw-Neuzulassungen und Pkw-Bestand. „Und hier verzeichnen wir für die Jahre 2008 und 2009 rückläufige Zahlen für Elektroautos“, sagte Zinke.
Optimistischer äußerte sich Professor Dr.-Ing. Wolfgang Steiger, Leiter Zukunftstechnologien der Volkswagen AG, der 2005 gemeinsam mit Herrn Dr. Warnecke, Leiter Kraftstoffentwicklung von Shell global, mit dem Professor Ferdinand Porsche Preis für herausragende Leistungen in der Entwicklung synthetischer Kraftstoffe ausgezeichnet wurde. „Die technischen Voraussetzungen für eine schrittweise Elektrifizierung sind da“, sagte Steiger. Einen „großen Sprung“ würde es jedoch nicht geben.
Das wollte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Herr Dr. Jens Baganz, nicht ausschliessen. Weil die fortschreitende Klimaveränderung die Akteure zu einschneidenden Veränderungen zwingen könnte, „könnte ich mir sogar vorstellen, dass alles viel schneller geht, als wir heute glauben“, sagte der Staatssekretär.
Wie auch immer die automobile Zukunft aussehen mag. Für den Leiter Verkehr und Umwelt des ADAC Nordrhein, Dr. Roman Suthold blieb aus Sicht der Verbraucher entscheidend, dass das „Auto der Zukunft umweltfreundlich, sicher und bezahlbar sein muss".
Und hier hat die deutsche Automobilindustrie noch immer bewiesen, dass sie den Bedürfnissen der Verbraucher entsprechen kann. „Zwar ging die Automobil-Produktion in Deutschland bei früheren Rezessionen nicht selten um ein Fünftel zurück – so zuletzt im Jahre 1993, aber auch in den Jahren 1974 und 1967“, erinnerte Blauwhoff. Und auch 1980 sei es immerhin noch ein kräftiges Minus von einem Zehntel gewesen. „Stets aber hat es die deutsche Automobil-Industrie geschafft, mit neuen, attraktiven Automobilen auf den Wachstumspfad zurückzukehren“, sagte der Shell Holding-Chef – und dem wollte niemand widersprechen.
Erfahren Sie mehr über die Shell Pkw-Szenarien bis 2030 auf unseren Webseiten

