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B7 (Diesel mit bis zu 7% Biodiesel)

Klimaschutz und Energiesicherheit sind zwei wichtige Ziele auf dem Weg zu nachhaltiger Mobilität. Biokraftstoffe sind die einzige Kraftstoff-Alternative zur Ergänzung des heutigen Kraftstoff-Mix, die schon jetzt nahtlos genutzt werden kann. Da Biomasse zu den nachwachsenden Rohstoffen gehört, können Biokraftstoffe zur Ressourcenschonung beitragen und durch Diversifizierung die Versorgungssicherheit erhöhen.

Einsatz von Biokraftstoffen

Der Einsatz von Biokraftstoffen wird in Deutschland über zwei Vorschriften geregelt:

Beimischungsverpflichtung:
Unternehmen, die Kraftstoffe in den Verkehr bringen, werden seit 2007 durch das Biokraftstoffquotengesetz von der Bundesregierung verpflichtet, fossilen Kraftstoffen einen steigenden Mindestanteil an Biokraftstoffen beizumischen.

Kraftstoffnormen:
Zu Beginn 2009 ist bereits eine neue „B7-Kraftstoff-Norm“ (DIN 51628) in Kraft getreten, nach der dem Dieselkraftstoff statt bisher bis zu fünf Prozent bis zu 7% Biodiesel beigemischt werden. B7 ist seit 2009 Standardkraftstoff für Kraftfahrzeuge mit Dieselantrieb in Deutschland.

Was ist B7?

B7 ist ein genormter Dieselkraftstoff, der den Anforderungen der neuen Dieselkraftstoff-Norm DIN 51268 entspricht. B7 ist ein Dieselkraftstoff mit einer Beimischung von maximal 7% (Volumenprozent) Biodiesel zu konventionellem Diesel; dies wird auch entsprechend an der Zapf-Säule mit dem ergänzenden Schriftzug „Enthält bis zu 7% Biodiesel“ gekennzeichnet.

In Deutschland wird Biodiesel vorwiegend aus Rapsöl hergestellt; er kann jedoch auch aus anderen Pflanzenölen hergestellt werden. Shell setzt auf nachhaltig zertifizierte Biokomponenten; ab dem 1.1.2011 dürfen nur noch zertifizierte Biokraftstoffe verwendet werden.

Wer kann B7 verwenden?

Alle Diesel-Fahrzeuge können mit dem normgerechten B7 Kraftstoff betankt werden – daher ist B7 auch der geltende Diesel-Regelkraftstoff.

Was ist bei B7-Betankung zu beachten?

Im normalen Fahrbetrieb findet beim Diesel-Motor immer ein gewisser Eintrag des Kraftstoffs in das Motoröl statt. Im Gegensatz zu reinem Dieselkraftstoff entweicht jedoch auch bei längeren Fahrten der Biodieselanteil nicht wieder aus dem Motoröl. Das Motoröl wird dadurch verdünnt. In der Folge sinkt die Zähflüssigkeit des Motoröls und seine Schmierfähigkeit nimmt ab.

Dies kann langfristig zu einem höheren Verschleiß der Motorkomponenten führen. Umso mehr kommt es darauf an, dass die von den Automobilherstellern vorgegebenen Ölwechselintervalle konsequent eingehalten werden. Die Ölwechselintervalle sind in der Betriebsanleitung der Fahrzeuge angegeben oder können beim Hersteller angefragt werden.