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Fahrtipps für Fortgeschrittene

Wenn es ums Autofahren geht, halten wir uns manchmal alle für Experten. Aber ein paar Tipps von Shell können hier in keinem Fall schaden - finden auch Sie die eine oder andere interessante Information.

  • Fahren bei Schnee

    Stellen Sie sich grundsätzlich auf das Wetter ein. Wenn Schneefälle vorausgesagt sind, sollten Sie immer einen vollen Tank haben und nach Möglichkeit eine Schaufel und ein Stück alten Teppichs als Unterlage o.ä. im Kofferraum mitführen. Dann noch eine Thermoskanne und extrawarme Kleidung, sodass Sie zumindest nicht frieren müssen, wenn Ihr Start in den Tag wetterbedingt nicht optimal gelingt.
    Auch ein Handy und die Mitgliedschaft in einem Automobilclub können sich bei schlechtem Wetter als vorteilhaft erweisen.

    Die optimale Fahrweise auf geschlossener Schneedecke ist vergleichbar mit dem Gehen auf rohen Eiern: Fahren Sie im höchstmöglichen Gang, um plötzliche Beschleunigungs- und Abbremsvorgänge zu vermeiden. So behalten Sie die beste Bodenhaftung.

    Behalten Sie immer die Straßenoberfläche im Auge und nutzen Sie die rechte Fahrspur, auf welcher die meisten Fahrzeuge fahren, da dort die Fahrbahn am ehesten wieder frei ist.
    Reduzieren Sie grundsätzlich das Tempo und halten Sie einen grösseren Abstand, sobald sich die Wetterbedingungen verschlechtern.

    Mit freundlicher Genehmigung durch Advanced Driving UK.

  • Eis auf der Straße

    Jeder, der schon einmal die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hat, weiß, wie groß der Schreck für den Fahrer, die Mitfahrer und alle anderen Verkehrsteilnehmer sein kann.

    Selbst bei schönem Wetter, wenn die Fahrbahn normal aussieht, kann sie in schattigen Abschnitten noch vereist sein. Diese Straßenglätte ist stellenweise besonders gefährlich, wenn man nicht mit ihr rechnet. Bei Temperaturen um und unter dem Gefrierpunkt raten wir deshalb grundsätzlich zu besonders vorsichtiger Fahrweise.

    Bremsweg
    Sie müssen Ihr Fahrzeug jederzeit auf der vor Ihnen überschaubaren Strecke zum Stehen bringen können. Egal, ob bei trockener, nasser oder vereister Fahrbahn – die Frage lautet stets: Kann ich innerhalb der überschaubaren Strecke mit meinem Fahrzeug zum Stehen kommen? 

    Bei glatter Straße empfiehlt es sich, Bremse, Lenkung, Gaspedal und Kupplung stets langsam und mit Gefühl zu betätigen, damit Ihr Fahrzeug nicht ins Rutschen kommt.

    Mit freundlicher Genehmigung durch Advanced Driving UK.

  • Tempo-Treiber

    Das kennen wir alle – bestimmte Situationen veranlassen uns, das Tempo zu beschleunigen und dabei das Tempolimit aus den Augen zu verlieren. Vielleicht wollen Sie sich dem Tempo anderer Fahrer anpassen oder das Fahrzeug hinter Ihnen fährt zu dicht auf und drängelt. Auch bei Überholmanövern überschreitet man leicht die Geschwindigkeitsbegrenzung. Wenn Sie also unsicher sind, ob Sie überholen sollen oder nicht – wir empfehlen Ihnen, es zu unterlassen.

    Ablenkungen, wie laute Musik, führen leicht dazu, dass man schneller fährt als man eigentlich beabsichtigt hat. Manchmal reicht schon der einfache Umstand, dass es bergab geht.

    Wenn Sie Ihre persönlichen "Tempo-Treiber" kennen, werden Sie sich nicht mehr so leicht dazu verleiten lassen, die Geschwindigkeit zu überschreiten.

    2-Sekunden-Regel

    Ein ausreichend großer Abstand zum Vordermann hält Ihren Stresspegel beim Fahren niedrig. Richten Sie sich an die 2-Sekunden-Regel: Halten Sie so viel Abstand, wie Sie in zwei Sekunden an Strecke zurücklegen. Auf nasser Straße sollten Sie diesen Abstand verdoppeln. Noch mehr Abstand ist bei Glatteis geboten.

    Mit freundlicher Genehmigung durch Advanced Driving UK.

  • Nicht ins Schleudern kommen

    Wer die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hat, macht häufig den Zustand der Straße dafür verantwortlich. Aber das ist nicht der einzige Faktor. Das Schleudern ist in aller Regel auf ein Fahrmanöver zurückzuführen. Wenn Ihnen das einmal passiert ist, werden Sie sich vermutlich erinnern, dass Sie unmittelbar zuvor beschleunigt oder gebremst oder eine Lenkbewegung gemacht haben.

    Ein Fahrzeug gerät ins Schleudern, wenn einer oder mehrere Reifen die normale Straßenhaftung verlieren. Beim Bremsen, Gas geben und lenken wirken Kräfte auf die Räder ein, die größer sein können als diejenigen, die die Räder fest am Boden halten. Dann gerät das Fahrzeug ins Schleudern. Besonders leicht passiert das bei Straßenglätte.

    Wie kommt ein Auto ins Schleudern?

    Faktoren, die zum Verlust der Straßenhaftung und zum Schleudern führen können:

    • zu hohes Tempo für die Straßenverhältnisse
    • heftige Lenkbewegungen (selbst bei angemessenem Tempo)
    • abruptes Bremsen
    • kräftiges Beschleunigen


    Es ist deutlich einfacher, ein Schleudern zu vermeiden, als den Wagen wieder unter Kontrolle zu bringen. Passen Sie Ihre Fahrweise deshalb immer den Wetter- und Straßenverhältnissen an. Die meisten Motorradfahrer tun dies automatisch, aber viele Autofahrer behalten nach dem Eiskratzen einfach ihre gewohnte Fahrweise bei. Gehen Sie bei Schleudergefahr sehr gefühlvoll mit Bremse, Lenkung und Gaspedal um.

    Wenn es dann trotzdem passiert, beheben Sie als erstes die Ursache: War (wie in den meisten Fällen) zu hohe Geschwindigkeit der Auslöser, nehmen Sie den Fuß vom Gaspedal und steuern Sie vorsichtig gegen, bis die Reifen wieder greifen. Erst dann korrigieren Sie die Richtung endgültig. Gewöhnen Sie sich an, bei Regen oder Straßenglätte den normalen Sicherheitsabstand mindestens zu verdoppeln.

    Mit freundlicher Genehmigung durch Advanced Driving UK.

  • Kurven fahren

    Mussten Sie schon einmal mitten in der Kurve bremsen, weil Sie doch enger war als gedacht?

    Das passiert nicht nur Fahranfängern. Diese Situation ist die häufigste Ursache für Verkehrsunfälle, an denen kein anderes Fahrzeug beteiligt ist. Vor diesem Risiko kann uns die genaue Beobachtung von Anhaltspunkten bewahren. An erster Stelle sind hier natürlich Verkehrsschilder und Straßenmarkierungen zu nennen, aber es gibt auch noch andere Hinweise: der Verlauf von Baum- und Häuserreihen oder die Straßenbeleuchtung.

    Fluchtpunktanalyse

    Ein nützliches Hilfsmittel zur Einschätzung einer vor uns liegenden Kurve ist die Fluchtpunktanalyse. Der Fluchtpunkt ist der am weitesten entfernte Punkt, den Sie sehen können, wenn Sie sich einer Kurve nähern, d. h. der Punkt, an dem der linke und rechte Straßenrand optisch zusammentreffen.

    Beobachten Sie, ob sich dieser Punkt von Ihnen entfernt. Wenn das der Fall ist und Sie eine größere Strecke überblicken können, ist Ihr Tempo in Ordnung. Wenn der Fluchtpunkt allerdings näher kommt, sollten Sie die Geschwindigkeit so weit zurücknehmen, dass er sich im gleichen Tempo wie Sie bewegt und Sie nach und nach wieder eine größere Strecke überblicken können. Diese Methode setzt ein wenig Übung voraus, aber sie ermöglicht Ihnen, Ihre Geschwindigkeit an die Sichtweite anzupassen und jederzeit innerhalb der überschaubaren Strecke zu stoppen.

    Mit freundlicher Genehmigung durch Advanced Driving UK.