Stuart Young war der beste Absolvent seines Jahrgangs an der kanadischen Universität Alberta und ging nach seinem Studium zu Shell.

Ursprünglich hatte er Rechtsanwalt werden wollen. Doch nachdem er an einem Tag der offenen Tür der Universität mit einem Recruiter von Shell gesprochen hatte, entschloss er sich dazu, nach seinem Abschluss in Handels- und Wirtschaftsrecht zu Shell zu gehen.

Einer der Faktoren, die für ihn die Attraktivität von Shell ausmachten, war die dort herrschende Diversität. Stuart hat einen multikulturellen Hintergrund (seine Mutter ist First Nation – eine kanadische Ureinwohnerin – und sein Vater Schotte).

Im Shell Graduate Programme im Bereich HR fühlte er sich vollkommen zugehörig. „Es passte sofort“, erklärt er. „Ich wollte schon immer mit Menschen zusammenarbeiten und in einer Position sein, in der ich die kulturelle Diversität im Unternehmen beeinflussen kann.“  

Aufwachsen mit ADHS

Aber es gab etwas, das Stuart seinen Kollegen noch nicht gesagt hatte. Er bat um ein Treffen mit seinem HR-Berater und sprach über seine Krankheit: Stuart leidet seit seiner Kindheit unter einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS).

Diese Diagnose wurde ihm als Jugendlicher gestellt. Es handelt sich dabei um eine psychische Störung, die sich in einer kurzen Aufmerksamkeitsspanne und mangelnder Organisationsfähigkeit niederschlagen kann, was wiederum zu einem geringen Selbstwertgefühl, großer Ängstlichkeit und Depression führen kann.

Zunächst hatte sich Stuart vorgenommen, in seinem beruflichen Umfeld nicht über seine Krankheit zu sprechen. „Behinderungen, die man nicht sehen kann, sind für Menschen manchmal schwieriger zu verstehen“, erklärt er.

Unterstützung durch die Kollegen

Gemeinsam mit seinem HR-Berater und seinem Vorgesetzten erstellte Stuart einen Plan dafür, wie mit seiner Krankheit umgegangen werden kann. Gemeinsam wurde entschieden, dass Stuart an einem 12-wöchigen externen Kurs teilnehmen sollte, um dem ADHS besser begegnen und seine Arbeit konzentrierter und effektiver angehen zu können. Weiterhin beantragte er, immer freitagnachmittags mit einem Psychologen sprechen zu dürfen, der ins Büro kommen sollte. Dies wurde von Stuarts Vorgesetztem bewilligt.

Die Auswirkungen waren sofort spürbar. Nicht nur verfügte Stuart nun über die richtigen Werkzeuge, um seine Probleme angehen zu können, sondern er war auch erleichtert, weil er sich geöffnet hatte. Damit konnte er sich

auf der Arbeit weiterentwickeln. Hierzu Stuart Young: „Mit meinem Vorgesetzten und meinen Kollegen offen zu sein und um Hilfe zu bitten, gab mir das Gefühl, voranzukommen.“

In seiner jetzigen Rolle als Graduate Recruiter ist Stuart in der einzigartigen Position, Studenten und Absolventen mit ähnlichen Behinderungen unterstützen und für Shell gewinnen zu können. So wird eine inklusive Umgebung, in der alle große Erfolge erreichen können, auch in Zukunft gefördert. Einer von Stuarts wichtigsten Ratschlägen lautet daher, die Probleme offen anzusprechen: Wir bieten Unterstützung, und wenn Sie unter einer unsichtbaren gesundheitlichen Beeinträchtigung leiden, sollten Sie keine Angst davor haben, darüber zu reden.

Dieses Vorgehen und die Unterstützung durch seinen Vorgesetzten und seine Kollegen waren für Stuart entscheidend dafür, seine Probleme überwinden zu können: „Ressourcen sind auch wichtig, noch wichtiger ist aber das Gefühl, nicht alleine zu sein.“

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