Als Kind wollte Rebekah Mohr Verbrechen aufklären. „Ich wollte immer Kriminalanalytikerin werden und bei der Polizei arbeiten“, erklärt sie.

Doch statt zur Polizei zu gehen, kam sie nach ihrem ersten Abschluss an der McGill University in Kanada und einem Master-Abschluss in Statistik an der dortigen University of British Columbia zu Shell.

Als Teil eines Teams, das Mittel zum Schutz vor Cyberattacken entwirft und entwickelt, klärt sie nun keine Verbrechen auf, sondern verhindert sie.

Verschmelzung von Kompetenzen und Technologien

Rebekah stieß 2013 zum Global Process Control Domain (PCD) IT Security Team hinzu und war dort die erste weibliche Technikerin. Seitdem trägt sie in wesentlicher Funktion dazu bei, die Anlagen von Shell vor Cyberattacken zu schützen.

„Ich nutze Daten, um Cyberrisiken wie Hacking und virtuellen Datenklau zu reduzieren. Ich mache also, was ich immer machen wollte, nur in einer anderen Branche.“

Auch wenn Rebekah sich bereits seit langer Zeit für Technologie interessierte, war diese Tätigkeit nicht das, was sie im Kopf hatte, als sie damals zu Shell kam. Nach einem kurzen Assessed Internship meldete sie sich schließlich 2010 in Vollzeit für das Shell Graduate Programme an.

Nachdem sie als Absolventin drei Jahre lang in ihrer Funktion als Control Systems IT Specialist am Scotford Upgrader in Alberta gearbeitet hatte, stieß sie zum Global PCD IT Security Team hinzu. Dieser Schritt bedeutete, dass sie nun mit Menschen zusammenarbeiten würde, die bereits über mehr Erfahrung verfügten, doch war von vornherein klar, dass sie von Beginn an die nötige Unterstützung bekommen würde.

„Ich traf mich mit meinem Vorgesetzten, um mein Interesse an dem Team zu bekunden, woraufhin er mir mitteilte, dass meine Vorbildung im Bereich Computerwissenschaft und Statistik sehr gut zu dieser Tätigkeit passen würde. Zwar handelt es sich um einen Job, der sich eigentlich nicht an Hochschulabsolventen richtet, doch ich habe im Rahmen des Graduate Programme viele Schulungen erhalten und mein Vorgesetzter konnte meine Kompetenzen so einsetzen, dass sie dem Team zugutekommen.“

Außerdem hatte Rebekah ein natürliches Interesse an der Arbeit - eine Arbeit, die nach ihrer Überzeugung große Auswirkungen auf die Zukunft der Energiewirtschaft haben könnte.   

„Betriebstechnik ist ein Hybrid aus Engineering und IT, es ist die Zukunft von Shell. PCD IT ist ein Mischgebiet, das derzeit in keinem Unterrichtsprogramm zu finden ist.

Wenn ich nicht auf diese Gelegenheit gestoßen wäre, hätte ich niemals gewusst, dass es überhaupt existiert, was mich zu der Frage bringt, welche anderen ungewöhnlichen Karrierewege es bei Shell gibt, an die man sonst nie denken würde.“

Inspirierenden Vorbildern nachgeeifert

Als erste weibliche Technikerin im Team war sich Rebekah ihrer Vorreiterrolle bewusst.

Sheryl Sandbergs Buch ‘Lean In’ hatte großen Einfluss darauf, wie sie ihre Rolle auffasste. Was für Rebekah beim Lesen des Buches besonders herausstach, war die Aussage, dass Frauen allgemein dazu neigten, ‘sich als Betrügerinnen zu fühlen,’ wenn sie in technischen Berufsfeldern tätig seien.

Als ich las, dass der Grund dafür nicht in mangelndem Wissen oder unzureichender Ausbildung lag, konnte ich die Stimmen in meinem Kopf ignorieren und die technischen Fähigkeiten ausspielen, von denen ich wusste, dass ich sie hatte. Dadurch änderte sich meine Situation von Grund auf und ich wollte auch andere Frauen dafür sensibilisieren.

Rebekah

Rebekah erklärt, dass sie dies ermutigt habe, in die Fußstapfen von Alisa Choong zu treten, die kürzlich zur Executive Vice President von TaCIT (Technical and Competitive IT) ernannt wurde und als erste weibliche Führungskraft in diesem einzigartigen hybriden Technikbereich bei Shell tätig ist.

Nun möchte Rebekah ein Vorbild für andere Frauen in technischen Berufen sein und mehr junge Frauen dazu ermutigen, sich für technische Hochschulstudiengänge zu entscheiden.

„Ich möchte einen Weg finden, um junge Frauen zu ermutigen, sich diese Kompetenzen anzueignen, damit sie die Chance haben, selbst zu bestimmen, ob sie die Leidenschaft für diese Tätigkeit aufbringen, und ihnen das Vertrauen geben, diese Leidenschaft weiterzuverfolgen, bevor sie an die Universität gehen oder ins Erwerbsleben eintreten.

Oder wie Sheryl Sandberg es so treffend ausdrückt: „In Zukunft wird es keine weiblichen Führungskräfte mehr geben. Es wird nur noch Führungskräfte geben“.“

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