Bei Fertigstellung wird die Prelude FLNG die größte jemals gebaute schwimmende Anlage sein und 200 Kilometer vor der Westküste Australiens ca. 3,6 Mio. Tonnen an verflüssigtem Erdgas (LNG) im Jahr produzieren.

„Eine FLNG-Anlage in die Realität umzusetzen ist keine triviale Angelegenheit”, so Matthias Bichsel, Shell Projects & Technology Director. „Ein Projekt dieser Komplexität – sowohl nach Größe als auch in Bezug auf technologisches Know-how – vereint die besten Leistungen in den Bereichen Maschinenbau und Technik, Design, Herstellung und Lieferketten auf der gesamten Welt. Dass wir dieses Konstruktionsstadium nunmehr erreicht haben, obwohl wir den ersten Stahl erst vor einem Jahr verarbeitet haben, haben wir dem Team von Fachleuten zu verdanken.“

Mithilfe der FLNG-Anlage wird es Shell möglich sein, Erdgas auf dem Meeresgrund zu fördern, dieses an Bord zu verflüssigen und dann direkt in die Schiffe zu pumpen, die das LNG dann zu den Verbrauchern bzw. Kunden befördern. Es wird dort die Erschließung von Gasressourcen aus Gruppen kleinerer, weiter entfernter Felder bis hin zu potenziell größeren Gasfeldern über Mehrzweckanlagen ermöglichen, deren Erschließung vom Festland aus nicht praktikabel ist. 

Für die Prelude FLNG-Anlage wird zum allerersten Mal die FLNG-Technologie von Shell eingesetzt. Die Anlage wird in einem rund 475 Kilometer nordöstlich von Broome an der Westküste Australiens entfernten Becken etwa 25 Jahre lang in Betrieb sein; und zwar unter allen Wetterbedingungen, da sie so ausgelegt ist, dass ihr auch ein Zyklon der Kategorie 5 nichts anhaben kann. 

Shell ist Betriebsführer der Prelude FLNG in einem Joint-Venture mit INPEX (Anteil: 17,5 %), KOGAS (10 %) und OPIC (5 %) und arbeitet dabei mit den langfristig strategischen Partnern Technip und Samsung Heavy Industries (dem Technip-Samsung-Konsortium) zusammen.

Hinweise für die Redaktion

Über Prelude

  • Prelude soll erwartungsgemäß 3,6 Mio. Tonnen pro Jahr (mtpa) an LNG, 1,3 mtpa an Kondensat sowie 0,4 mtpa an LPG fördern und etwa 25 Jahre in Betrieb bleiben.
  • Der Rumpf der Prelude FLNG-Anlage ist länger als vier aneinandergereihte Fußballfelder und länger als das Empire State Building hoch ist.
  • Die LNG-Speichertanks haben eine Kapazität von rund 175 olympischen Schwimmbädern.
  • Bei Fertigstellung wird die FLNG-Anlage bei voller Beladung über 600.000 Tonnen wiegen, bei gleicher Wasserverdrängung wie sechs der weltweit größten Flugzeugträger.
  • Während die Prelude-Anlage groß ist, ist sie andererseits auch wieder klein, denn sie beansprucht nur ein Viertel der Fläche einer vergleichbaren LNG-Anlage auf dem Festland.
  • Zur bestehenden Technologie, die extra für FLNG angepasst wurde, gehören:
    • Enge Koppelung zwischen den Förderstellen und der LNG-Aufbereitungsanlage durch die physisch kurzen Distanz zueinander.
    • Spezielle vergrößerte Verankerungssysteme für die größte schwimmende Anlage, die jemals gebaut wurde, damit sie den Kräften der Natur widerstehen kann.
    • Die Marinisierung der Verarbeitungsgerätschaften, damit diese auf einer schwimmenden Anlage funktionieren.
    • Steigrohre zur Wasseraufnahme, da Wasser während der Abkühlung bei der Verflüssigung des Gases zu LNG zum Einsatz kommt.
    • LNG-Tanks, die den Schwingungen gewachsen sind, also den Bewegungen des flüssigen LNG im Rumpf bei starkem Seegang.
    • LNG-Abladekräne, die das LNG aus der Anlage in die neben ihr festgemachten Schiffe transportieren – es gibt nicht nur eine, sondern zwei Abladevorrichtungen.

Weitere Informationen stehen auf http://www.shell.com/flng zum Download bereit. 

Pressekontakt

Shell Deutschland Oil GmbH
Cornelia Wolber
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