Shell war zuvor am neunjährigen Konsultationsprozess beteiligt. Erstmals hatte Shell die Erstellung einer solchen Norm 2007 vorgeschlagen, bevor die größte GTL-Anlage von Shell, Pearl GTL in Katar, in Betrieb ging. EN15940 wird nun eine standardisierte Plattform schaffen, so dass sich im Bereich der paraffinischen Kraftstoffe Märkte entwickeln können. Diese Kraftstoffe können als Drop-In-Kraftstoffe verwendet werden und haben das Potenzial, die örtliche Luftqualität zu verbessern, ohne dabei Umrüstungen an Motoren oder Veränderungen an der existierenden Betankungs-Infrastruktur zu erfordern.

„Das ist ein bedeutender Erfolg für unseren Shell GTL Fuel Geschäftsbereich. EN15940 wird die Kraftstoffnorm sein, auf die sich Hersteller und Gesetzgeber beziehen, wenn sie Bedingungen speziell für den Gebrauch von paraffinischen Kraftstoffen festlegen. Hersteller können nun zum Beispiel erwägen, EN15940 in die Liste zugelassener Kraftstoffe in den Benutzerhandbüchern ihrer Produkte aufzunehmen. Dies wird auch für die Kunden Klarheit in Bezug auf Qualität und Sicherheit schaffen“, sagt Michael Flynn, General Manager für Gas-to-Liquid-Produkte bei Shell.

„Shell glaubt, dass GTL-Kraftstoff eine zunehmend wichtigere Rolle im Kraftstoffmix für Transportanwendungen – sowohl auf der Straße als auch auf dem Wasser – sowie für Maschinen spielen wird. Dies gilt vor allem für Regionen, in denen die Regierungen sehr daran interessiert sind, die lokalen Luftemissionen innerhalb kürzester Zeit zu verbessern. Dieser neue europäische Standard eröffnet nun mehr Möglichkeiten für den Einsatz des sauberer verbrennenden Shell GTL Fuels“, so Flynn weiter.

Shell GTL Fuel wird in der Shell GTL-Anlage „Pearl“ in Ras Laffan (Katar) in Zusammenarbeit mit Qatar Petroleum hergestellt. Diese Großanlage produziert 140.000 Barrel GTL-Produkte pro Tag, darunter Shell GTL Fuel. Shell GTL Fuel kann als Drop-In-Kraftstoff in Dieselmotoren genutzt werden, ohne dass Umrüstungen an den Motoren, eine neue Infrastruktur oder Investitionen in die Fahrzeuge notwendig werden. Es ist praktisch frei von Schwefel und Aromaten, leicht biologisch abbaubar und nicht toxisch. Shell GTL Fuel hilft auch, lokale Stickstoffoxid- und Feinstaubemissionen zu reduzieren. Es ist für gewerbliche Kunden in Europa verfügbar, allen voran in den Niederlanden, Deutschland, Großbritannien, Dänemark und Frankreich.

Paraffinische Kraftstoffe erfüllen die EN590-Norm für Dieselkraftstoffe nicht vollständig, weil sie eine etwas niedrigere Dichte aufweisen. Sie haben allerdings deutlich verbesserte und vorteilhafte Eigenschaften. Paraffinische Kraftstoffe kompensieren ihre niedrigere Dichte weitgehend mit einem höheren Energiegehalt und einer höheren Cetanzahl. Die höhere Gleichförmigkeit der Kraftstoff-Moleküle bedeutet, dass sie – verglichen mit konventionellem raffiniertem Diesel – gleichmäßiger in Dieselmotoren verbrennen, und daher weniger Emissionen verursachen.

Shell hat mit Shell GTL Fuel in den letzten zehn Jahren viele Feldversuche in Großstädten rund um die Welt durchgeführt und dabei Strecken von über einer Million Kilometer zurückgelegt. Wichtige Marktsegmente für Shell GTL Fuel sind städtische Nutzfahrzeuge und der öffentliche Nahverkehr, die Binnen- und Hochseeschifffahrt, Baumaschinen, Anlagen zur Energieerzeugung, Bodenflotten auf Flughäfen und der Schienenverkehr. Zurzeit wird Shell GTL Fuel unter anderem von dem Schwerlastkran- und Transportspezialisten Mammoet sowie den Nutzfahrzeugen der Stadt Groningen, beide aus den Niederlanden, von Anbietern von Luxusflusskreuzfahrten auf der Seine in Frankreich und dem ersten GTL-angetriebenen Offshore-Versorgungsschiff Kroonborg in der Nordsee verwendet.

In Deutschland setzt Epping Rohrwerk bereits auf Shell GTL Fuel. Die Firma in Hünxe fertigt und vertreibt seit 25 Jahren Stahlbetonrohre, die vor allem im Tiefbau eingesetzt werden. In der Fertigungshalle muss eine konstante Luftfeuchtigkeit herrschen, damit der Beton der frisch gegossenen Rohre gleichmäßig aushärten kann. Die Tore werden nur geöffnet, wenn Gabelstapler herein- oder herausfahren. Die Abgase der Fahrzeuge können deshalb nur schlecht entweichen, was die Luftqualität in der Halle negativ beeinflusste. Das machte eine energie- und kostenintensive Belüftung erforderlich. Aus dem Grund suchte das Unternehmen nach einer alternativen Lösung, um gute Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter sicherzustellen. „Wir konnten Shell GTL Fuel problemlos in unserem bestehenden Fuhrpark einsetzen, eine teure und aufwendige Umrüstung unserer Fahrzeuge war nicht notwendig“, sagt Frank Niemarkt, Werksleiter von Epping Rohrwerk in Hünxe.

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