Der Dreisitzer ist ein konkreter Beweis dafür, wie durch „Co-engineering“ die Möglichkeiten modernster Technik und damit das Energieeinsparpotenzial besser ausgeschöpft werden können, wie hier durch die völlig integrierte Entwicklung von Fahrzeug, Motor und Schmiermittel.

Unabhängige Tests sowie eine Lebenszyklusstudie belegen, dass das Konzeptfahrzeug von Shell im Vergleich zu herkömmlichen, in Großbritannien erhältlichen Fahrzeugen äuβerst sparsam ist: es verbraucht 34% weniger Primärenergie über seine gesamte Lebensdauer als ein Stadtauto, nur rund die Hälfte der für Bau und Betrieb erforderlichen Energie im Vergleich zu einem kleinen Familienauto, und ganze 69% weniger als ein SUV.

Das neue Fahrzeug ist das Ergebnis einer wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit von weltweit führenden Fahrzeugkonstrukteuren, Motoringenieuren und Schmierstoffexperten, wodurch diese drei Fahrzeugelemente optimal aufeinander abgestimmt werden konnten. Das Projekt zeugt von einer holistischen Herangehensweise bei der Suche nach Energiesparpotenzial, wobei Materialauswahl, aggressives Downsizing und maximale Aerodynamik eine wichtige Rolle spielen. Eine noch effizientere Energiezufuhr durch konstruktive Eingriffe in das Motorendesign und eine optimale Schmierstoff-Formulierung sollen die Gesamtenergiebilanz noch weiter verbessern. Shells Konzeptfahrzeug ist eine von Grund auf neu überdachte Version des 2010 von Gordon Murray Design entwickelten City Cars T.25, für das Schmierstoffexperten von Shell ein spezielles Motorenöl entwickelt hatten, um die Energieeffizienz des Fahrzeugs zu optimieren.

Der Benzinverbrauch des Autos wurde auf Grundlage verschiedener Testprotokolle gemessen, sowohl bei konstanter Fahrt als auch im Stadtverkehr. Stichprobenergebnisse umfassen einen Kraftstoffverbrauch von 2,64 Liter pro 100km bei einer Geschwindigkeit von 70km/h und einen CO2-Ausstoβ, der durch Einsatz speziell formulierter Schmierstoffe 4,67g CO2/km unter dem im Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) vorgegebenen Grenzwert liegt. Dies bedeutet eine um 5% verbesserte Kraftstoffeffizienz im Vergleich zu herkömmlichen, im Vereinigten Königreich erhältlichen Motorenölen.

Mark Gainsborough, Executive Vice-President des Schmierstoffgeschäfts bei Shell, das dieses Projekt voll und ganz unterstützt hat, sagte dazu: „Dies ist ein wichtiger Meilenstein in der Fahrzeugtechnik. Ich bin sehr stolz auf das, was die Shell Wissenschaftler zusammen mit ihren Partnern bei Geo Technology und Gordon Murray Design erreicht haben. Die aus diesem Projekt gewonnenen Erkenntnisse werden möglicherweise ganz neue Wege aufzeigen, wie wir an den Energieverbrauch im Verkehrssektor herangehen. Energieverbrauch und Klimawandel sind wichtige gesellschaftliche Anliegen. Dieses Projekt stellt in diesem Zusammenhang unter Beweis, dass sich der Energieverbrauch und CO2-Ausstoβ durch den Einsatz neuster Spitzentechnologien, einschlieβich der modernsten Schmiermitteltechnik, erheblich reduzieren läβt. Das Sparpotenzial, das aus dem gemeinschaftlich entwickelten Motor und Motorenöl entsteht, ist beeindruckend und unterstreicht die enormen Vorteile einer engen Partnerschaft zwischen den Expertenteams. Ebenso deutlich wird auch, dass Schmierstoffe bei der Einhaltung von CO2-Vorgaben im Rahmen der Schadstoffreduzierung potenziell eine wichtige Rolle spielen können.“

Shells Konzeptfahrzeug wurde von einer unabhängigen, in Großbritannien zugelassenen Prüfstelle zusammen mit einer Reihe von anderen Fahrzeugen unter vergleichbaren Bedingungen getestet, um den Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoβ zu messen. Im offiziellen NEFZ-Messverfahren war der CO2-Ausstoβ von Shells Fahrzeug niedriger als bei einem herkömmlichen mit Benzin betriebenen Stadtauto (28%) und einem Hybridfahrzeug (32%).

Shell hat sämtliche Flüssigkeiten für das Konzeptauto zur Verfügung gestellt, einschlieβlich eines speziell formulierten Motorenöls, das die Gesamteffizienz des Fahrzeugs noch weiter steigern soll, indem es für minimale Reibungsverluste sorgt. Das von den Schmierstoffexperten bei Shell entwickelte Motorenöl basiert auf dem Premium-Motorenöl Shell Helix Ultra mit der Shell PurePlus Technology. Parallel dazu haben die Expertenteams von Geo Technology und des Motorengurus Osamu Goto den Dreizylinder-Benzinmotor optimiert, wobei viele der internen Verschleiβteile des Motors neuentwickelt bzw. verbessert wurden. In der Kaltstartphase des NEFZ-Zyklus reduzierten diese Flüssigkeiten die CO2-Emmissionen um 7,1% und im Gesamtzyklus um fünf Prozent im Vergleich zu herkömmlichen, in Großbritannien erhältlichen Schmiermitteln, was nochmals unterstreicht, wie wertvoll eine Gemeinschaftsarbeit bei der Entwicklung von Motor und Schmierstoff ist.

Das Konzeptfahrzeug wurde unter Verwendung des von Gordon Murray Design patentierten Herstellungsprozesses iStream produziert und stellt eine radikale Neuorientierung für Entwurf, Entwicklung und Produktion von Fahrzeugen dar. Es vereint hochmoderne Leichtbautechnik – das Auto wiegt lediglich 550kg – und sorgfältig ausgewählte Materialien, die eine niedrige Energie- und CO2-Bilanz aufweisen. Das Design schlägt ebenfalls Kapital aus Gordon Murrays Formel-1-Erfahrung insbesondere in Sachen Leichtbau und Fahrzeugsicherheit. Eine Reihe von Fahrzeugteilen wurde per 3D-Druck hergestellt, um die Konstruktion dieses Prototypfahrzeugs zu beschleunigen. Für den Bau des Fahrgestells wurden wiederverwertete Kohlenstofffasern eingesetzt, so dass die Konstruktionskosten bei nur einem Viertel im Vergleich zu einem herkömmlichen, aus Stahl hergestellten Auto liegen. Darüber hinaus kann fast das gesamte Fahrzeug am Ende seiner Nutzungsdauer recycelt werden.

Per Smartphone kann eine modifizierte Version von Shells Drive App verwendet werden, die dem Fahrer über eine Bildschirmanzeige Echtzeit-Feedback gibt und deutlich macht, wie das Fahrerverhalten den Benzinverbrauch beeinflusst.

In Sachen Stil offeriert das Auto seine eigene Version von „schlank und rank“ sowie einen erheblichen Spaβfaktor mit seiner völlig neuartigen Sitzkonfiguration, die trotz eines ultrakompakten Designs ausreichend Platz für drei Personen bietet, bei der der Fahrer in der Fahrzeugmitte und zwei Passagiere schräg dahinter sitzen. Auch sein Wenderadius, der den eines Londoner Taxis unterbietet, unterstreicht seine Eignung als City Car.

Dr. Andrew Hepher, Vice President des Schmierstoff-Forschungsteams bei Shell sagte: „Unser Fahrzeug ist zwar klein, aber voller Potential. Wir wollen damit die Diskussion vorantreiben, wie wir Straβenfahrzeuge energiesparsamer und weniger kohlenstoffintensiv machen können. Wir freuen uns daher, in den kommenden Wochen und Monaten unsere Erkenntnisse aus diesem Projekt mit Motorenkonstrukteuren, Fahrzeugherstellern, Akademikern und anderen Sachverständigen in der gesamten Autobranche zu teilen.“

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