Optimistischer Blick in die Zukunft

Der Optimismus der Jugendlichen in Deutschland ist ungebrochen. 61 Prozent blicken optimistisch in die eigene Zukunft, ein Drittel bewertet sie gemischt „mal so, mal so“, und nur 3 Prozent erwarten eine eher düstere Zukunft. Von dieser steigenden Zuversicht profitieren Jugendliche aus der sozial schwächsten Schicht allerdings erneut nicht. Schon in der vergangenen Jugendstudie äußerte sich nur jeder Dritte von ihnen zuversichtlich hinsichtlich der eigenen Zukunft. Die oberen sozialen Schichten zeichnen sich hingegen durch einen wachsenden Optimismus aus.

Trendwende bei Einschätzung der gesellschaftlichen Zukunft

Erstmals beurteilt auch eine Mehrheit der Jugendlichen die gesellschaftliche Zukunft optimistisch. Zwischen den Jahren 1990 und 2006 wurde die Zukunft der Gesellschaft von den  Jugendlichen eher negativ bewertet. Aber auch bei dieser Zukunftsbewertung spielt die soziale Herkunft eine starke Rolle. Jugendliche aus den oberen Schichten sind zuversichtlicher als Jugendliche aus den unteren Schichten.

Steigendes Interesse an Politik - nicht aber an Parteien

Immer mehr Jugendliche zeigen politisches Interesse. Im Vergleich zu nur 30 Prozent im Jahr 2002 bezeichnen sich 2015 rund 41 Prozent der Jugendlichen als „politisch interessiert“. Männliche Jugendliche sind häufiger an Politik interessiert als weibliche. Mit dem politischen Interesse ist die Bereitschaft zur Beteiligung an politischen Aktivitäten verbunden. Die etablierten Parteien profitieren davon jedoch nicht, denn die Politikverdrossenheit bleibt weiter hoch. Jugendliche bringen den Parteien wenig Vertrauen entgegen, genauso wie großen Unternehmen, Kirchen und Banken. Das größte Vertrauen genießen Polizei, Gerichte sowie Menschenrechts- und Umweltschutzgruppen.

Politische Teilhabe

Fast sechs von zehn Jugendlichen haben sich schon einmal an einer oder mehreren politischen Aktivitäten beteiligt. An der Spitze stehen dabei der Boykott von Waren aus politischen Gründen und das Unterzeichnen von Petitionen. Online-Petitionen sind beliebter als Unterschriftenlisten. Jeder Vierte hat bereits an einer Demonstration teilgenommen, und jeder zehnte engagiert sich in einer Bürgerinitiative.

Mehr Angst vor Fremdenhass als vor Zuwanderung

Nur 29 Prozent der Jugendlichen fürchten sich vor Zuwanderung, aber fast die Hälfte hat Angst vor Ausländerfeindlichkeit. Jugendliche sind im Schnitt offener gegenüber der Zuwanderung geworden. 2002 plädierte knapp die Hälfte der Jugendlichen, 2006 sogar 58 Prozent, dafür, die Zuwanderung nach Deutschland zu verringern. 2015 unterstützen nur noch 37 Prozent der Jugendlichen diese Aussage. Allerdings lassen sich markante Ost-West-Unterschiede ausmachen. Während ungefähr jeder dritte Jugendliche aus den westlichen Bundesländern sich dafür ausspricht, die Zuwanderung nach Deutschland zu begrenzen, ist es in den östlichen Bundesländern (inklusive Berlin) fast jeder zweite.

Relevante Links

Mehr im Bereich „Die Shell Jugendstudie 2015“

Werte der Jugend

Werte wie Freundschaft, Partnerschaft und Familie stehen bei Jugendlichen an erster Stelle.

Familie und Beruf

Für 91 Prozent der Jugendlichen ist wichtig, dass Familie und Kinder neben dem Beruf nicht zu kurz kommen.

Weitere Themen

Shell Eco-marathon

Der Eco-marathon ist der weltweit größte Energieeffizienz-Wettbewerb. Ziel ist es, ein Fahrzeug zu konstruieren, das mit möglichst wenig Kraftstoff möglichst weit fährt.

Shell Publikationen

Die Veröffentlichungen von Shell aus dem laufenden sowie den vergangenen Jahren stehen Ihnen im Seitenbereich “Shell Publikationen” zur Verfügung.