Stolz auf die Heimat

Die Jugendlichen in Deutschland sehen, dass ihr Land in der Welt eine wichtige Position einnimmt. 69 Prozent finden, dass es ein bedeutsamer Akteur ist. Doch dieses neue Gewicht verstehen sie nicht als Aufforderung an Deutschland, sich in die Konflikte der Welt militärisch einzumischen. Die Qualität der Produkte, die Deutschland der Welt anbieten kann, ist für sie wichtig. Zum anderen glauben sie, dass Deutschland kulturell und sozial attraktiv ist und dadurch ein Vorbild für andere Länder der Welt sein kann.

Von dieser positiven Grundstimmung her, die auch von vielen Migranten geteilt wird, bekunden viele Jugendliche Stolz auf Deutschland als Heimatland. 62 Prozent der Jugend sind stolz darauf, Deutsche zu sein. Bei jungen Leuten ohne Migrationshintergrund sind es sogar 70 Prozent, bei deutschen Jugendlichen, mit zumindest einem im Ausland geborenen Elternteil 64 Prozent. Viele Jugendliche haben einen positiven Blick auf ihre Heimat.

Bruch versus geschichtliche Kontinuität

Jugendliche, die den Begriff „Stolz auf Deutschland“ für sich ablehnen, thematisieren stärker den Bruch, den der Nationalsozialismus in der deutschen Geschichte darstellt. Sie betonen den Rollenwechsel des Landes. Aus einem Staat, der einst andere Länder angriff und unterdrückte, sei ein Staat geworden (oder soll es zumindest sein), der andere Länder unterstützt. Jugendliche, die auf Deutschland stolz sind, sehen eher eine geschichtliche Kontinuität. Dabei spielen die industriell-technischen Leistungen, Erfindergeist sowie Wissenschaft und Kunst eine besondere Rolle.

Glauben abhängig von Religionsgemeinschaft und Herkunft

Drei Viertel der muslimischen Jugendlichen geben an, dass der Glaube an Gott eine wichtige Leitlinie ihres Lebens ist. Bei den evangelischen Jugendlichen stimmten dieser Aussage  hingegen nur 37 Prozent zu. Auch zwischen der Jugend im Westen und Osten Deutschlands gibt es deutliche Unterschiede bei der Religiosität.

Für 68 Prozent der Jugendlichen in den neuen Ländern ist der Glaube an Gott unwichtig, aber nur für 45 Prozent in den alten Ländern. Im Osten gehören weiterhin sehr viele Jugendlichen keiner Kirchengemeinschaft an. Doch immerhin nimmt selbst im Umfeld der kirchenfernen ostdeutschen Gesellschaft inzwischen Religiosität unter jungen Menschen wieder leicht zu.

Religion als konstante Größe

Typisch ist, dass Jugendliche zwar einer Kirche angehören, aber nicht besonders religiös sind. Obwohl die Religion weiterhin nicht gerade im Zentrum des Wertesystems der Jugend steht, ist sie in der Jugend insgesamt eine eher konstante Größe. Doch religiöse Rituale und Vorschriften aus vergangenen Zeiten schrecken viele Jugendliche ab. Sie verneinen nicht das Existenzrecht der Kirche, schätzen ihre soziale Rolle, vermissen jedoch oft Antworten auf wichtige Fragen ihrer Lebensführung."

Sorgenvoller Blick aufs Weltgeschehen

Die gestiegene Terrorgefahr und der Konflikt in der Ukraine sind im Bewusstsein der Jugendlichen präsent. Fürchteten sich 2010 nur 44 Prozent der Jugendlichen vor Krieg in Europa, ist die Zahl bis 2015 sprunghaft auf 62 Prozent angestiegen. Drei Viertel haben Angst vor Terroranschlägen. Die Jugendlichen wünschen sich, dass Deutschland in der internationalen Politik eine wichtige vermittelnde, aber keine militärisch eingreifende Rolle einnimmt. Jugendliche finden es richtig, dass Deutschland Flüchtlinge aus Kriegsgebieten aufnimmt, fürchten aber auch, dass es  mit der Zeit zu viele werden könnten.

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