In den vergangenen Wochen wurde in die Instandhaltung der Anlagen investiert. Daran haben 2700 Spezialisten und Fachleute von mehreren Dutzend Firmen aus der Region und ganz Deutschland  sowie 400 Shell Mitarbeiter aus etwa 30 Nationen mitgewirkt. Alle am Stillstand beteiligten Personen waren vor Aufnahme ihrer Arbeiten im werkeigenen Zentrum für Arbeitssicherheit, dem sogenannten Safety Center, geschult worden. Während der Arbeiten waren im Werk 70 eigens geschulte Sicherheitsexperten im Einsatz, um das sichere Arbeiten zu gewährleisten.

Für die Durchführung der umfangreichen Arbeiten waren 140 000 Kubikmeter Gerüste verbaut worden. Der Terminplan für den Stillstand umfasste 1500 Seiten. 52000 Einzelarbeiten waren vorgeplant worden. Insgesamt wurden unter anderen 95000 Dichtungen, 200 000 Schrauben sowie 1600 Anlagenteile überprüft; rund 50 Kräne waren im Einsatz. Etwa ein Dutzend Gutachter des TÜV überwachten und dokumentierten den Großstillstand. Zu den umfangreichen Vorbereitungen gehörte auch ein eigenes Verkehrskonzept, um den Transport der nötigen Teile sowie die An- und Abreise der zahlreichen Mitarbeiter zu bewältigen. 

So hat die Rheinland Raffinerie eigens neue Parkplätze errichtet, damit die rund 2700 zusätzlichen Arbeitskräfte nicht die Parksituation in den Straßen der Nachbarschaft verschärften. Durch eine intelligente Verkehrsführung und eine gute Abstimmung mit Behörden wie beispielsweise der Stadt Wesseling gelang es zudem, größere Staus auf den An- und Rückfahrtswegen nach Köln und Bonn zu vermeiden. Dazu waren entsprechende Beschilderungen aufgestellt sowie eine zusätzliche Zufahrt von der Willy-Brandt-Straße (L 300) aus eingerichtet worden.

Die Wiederinbetriebnahme der Anlagen beginnt dieses Wochende und erstreckt sich in die übernächste Woche. Daher kann es bis zum Ende der 20. Kalenderwoche vereinzelt zu Lärm- und Geruchsbelästigungen kommen. Ebenso kann es zu Fackeltätigkeit kommen. Die zuständigen Behörden sind informiert.  Die Fackel ist eine gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitseinrichtung. Während der An- und Abfahrprozeduren von Anlagen können zeitweilig größere Mengen Gase entstehen, die in nachgelagerten Anlagen  nicht verwertet werden können und daher zur sicheren Verbrennung zur Fackel geleitet werden.

Stillstände, in der Fachsprache als Turnaround bezeichnet, sind fester Bestandteil des wiederkehrenden Jahresrhythmus einer Raffinerie.

Kontakt:

Constantin von Hoensbroech
Telefon +49 (0) 2236 758757

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