In den vergangenen Tagen haben Mitglieder der Raffinerieleitung erste Gespräche mit Vertretern aus Politik und Verwaltung sowie mit Repräsentanten von Umweltverbänden aufgenommen, um vorläufige Pläne für ein mögliches Investitionsprojekt im Werk Wesseling vorzustellen. Die geplante Erweiterung der sogenannten Rückstandsverarbeitung wäre Teil einer Reihe von Maßnahmen. Diese zielen darauf ab, die Zukunft der Raffinerie in einem sich radikal wandelnden, zunehmend an Prinzipien der Nachhaltigkeit orientierten Energiemarkt zu sichern.

Konkreter Hintergrund der jetzt vorgestellten Planungen sind Veränderungen der Umweltstandards im internationalen Schiffsverkehr. Die hierfür zuständige International Maritime Organization (IMO) hatte Ende 2016 entschieden, dass vom 1. Januar 2020 an der maximal erlaubte Schwefelgehalt in Schiffstreibstoffen deutlich abgesenkt wird.

Shell begrüßt diese Entscheidung, muss sich jedoch darauf einstellen, dass die bisher für die Herstellung von Schiffstreibstoffen verwendeten hochschwefligen Rückstände künftig nicht mehr vermarktbar sind. Deshalb prüft die Raffinerieleitung derzeit eine Erweiterung der im südlichen Werksteil befindlichen Rückstandsverarbeitung.

„Wir wollen unser neues Investitionsprojekt frühzeitig, das heißt deutlich vor Einreichung der offiziellen Unterlagen für ein Genehmigungsverfahren vorstellen, auch wenn wir jetzt nicht alle Fragen beantworten können“, so Dr. Jörg Dehmel, Leiter Technologie der Rheinland Raffinerie. „Es geht uns zunächst nicht darum, detailliert Auskunft zu geben, sondern mehr noch zuzuhören und die Meinung Dritter kennen zu lernen.“ Weitere Gespräche sind geplant.

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