Eigentlich kümmert sich Marcus Doerstel um das finanzielle Controlling in der Rheinland Raffinerie. Doch neben einer seiner beruflichen Tätigkeiten hatte der staatlich geprüfte Falkner in den vergangenen drei Monaten noch eine weitere Kontrolle durchzuführen. Denn Doerstel musste einen Jungfalken ,abtragen‘, wie es falknerisch genannt wird. Das bedeutet: Der Vogel wurde von ihm so trainiert, dass er selbständig fliegen und auf Beutejagd gehen kann. Nun hat Doerstel inmitten der hoch aufragenden Verarbeitungs- und Produktionsanlagen für Rohöl und Rohölprodukte im Werk Köln-Godorf der Rheinland Raffinerie den jungen Wanderfalken wieder ausgewildert.

Im Frühjahr dieses Jahres hatte sich an einem Kamin im Werk Köln-Godorf der Rheinland Raffinerie im neuen Horst für Wanderfalken Nachwuchs eingestellt. Nur ein halbes Jahr, nachdem das kastenartige Nest in etwa 40 Metern Höhe mit Domblick angebracht worden war, hatte ein Wanderfalkenpaar dort drei Jungvögel ausgebrütet. „Das ist in zweierlei Hinsicht überraschend“, stellt Marcus Doerstel fest. „Einerseits sind drei Jungvögel ein sehr gutes Ergebnis für ein wildes Brutpaar, andererseits ist es erstaunlich, dass der neue Horst so rasch von einem Wanderfalkenpaar angenommen und erfolgreich bebrütet worden ist.“

Ein weiblicher Jungvogel war im Sommer aus dem Horst herausgefallen und wurde von Mitarbeitern der Rheinland Raffinerie geborgen. Der damals noch flugunfähige Vogel kam zunächst in die Greifvogelstation Gut Leidenhausen nach Köln-Porz. In Abstimmung mit der Unteren Landschaftsbehörde der Stadt Köln war das weibliche Jungtier dann in das bergische Land zu Marcus Doerstel in Obhut gegeben worden. Seit heute ist es wieder ständiger Bewohner von Deutschlands größter Raffinerie.

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