Überblick der bisherigen Aktivitäten

Um Boden und Grundwasser reinigen zu können, mussten zunächst Fläche und Ausmaß der Kerosin-Verschmutzung ermittelt werden. Anschließend konnten die Fachleute ein Sanierungskonzept vorlegen und mit der Umsetzung starten. Hier ein Überblick der Aktivitäten.

Zeitpunkt Aktivitäten
Dezember 2015 Einbau sogenannter CO2-Traps (Fallen) zur Bilanzierung des natürlichen Schadstoffabbaus. Zum Jahresende 2015 beträgt die zurückgewonnene Menge an ausgetretenem Kerosin insgesamt rund 312 000 Liter.
Oktober 2015 Einbau sogenannter CO2-Traps (Fallen) zur Bilanzierung des natürlichen Schadstoffabbaus.
Zum Jahresende 2015 beträgt die zurückgewonnene Menge an ausgetretenem Kerosin insgesamt rund 312 000 Liter.
Dezember 2014 Die Wiederherstellung der Waldstraße ist abgeschlossen, die Straße kann uneingeschränkt genutzt werden. Fortführung und Optimierung des Biosparging-Versuchs. Abschluss der Baumaßnahmen und Installierung der Abschöpfbrunnen. Diese werden in Abhängigkeit von den Grundwasserständen in Betrieb genommen. Die bislang zurückgewonnene Menge an Kerosin beträgt 275000 Liter.
August 2014 Beginn mit dem Bau von zwei sogenannten Abschöpfbrunnen. Mit Hilfe dieser Brunnen und spezieller Pumpen soll Kerosin zurückgewonnen werden, ohne dabei zusätzlich Grundwasser zu fördern.
Juni/Juli 2014  Die bis zur Jahresmitte 2014 zurückgewonnene Menge an ausgetretenem Kerosin beträgt über 250 000 Liter. Inbetriebnahme des Versuchs der horizontalen Grundwasser- und Bodenbelüftung, sogenanntes Biosparging.
April 2014 Nach umfangreichen Vorarbeiten können die technischen Voraussetzungen für die horizontale Boden- und Grundwasserbelüftung, das sogenannte Biosparging, erfolgreich abgeschlossen werden. Dieses innovative Verfahren zur Sanierung des verunreinigten Bodens soll im Laufe des Mai beginnen.
März 2014 Bis zum kalendarischen Ende der Hochwasserperiode (31. März) konnten insgesamt 200.000 Liter Kerosin zurückgewonnen werden. Der für die Jahreszeit untypische niedrige Pegelstand des Rheinwassers wirkt sich auf den Grundwasserstand im Sanierungsgebiet dergestalt aus, dass – anders als im Vergleichszeitraum des Vorjahres – nennenswert Kerosin von den Sanierungsbrunnen gefördert werden kann.
Dezember 2013 Die Arbeiten zur Wiederherstellung der Waldstraße im unmittelbaren Bereich des Kerosinaustritts werden nach Eingang der entsprechenden behördlichen Genehmigung aufgenommen.
November 2013 Die Rückgewinnung von Kerosin geht aufgrund steigender Grundwasserstände zurück. Bislang abgepumpte Menge bis Ende dieses Monats: 177 000 Liter.
September / Oktober 2013 Inbetriebnahme von zwei sogenannten Bioventing-Anlagen zum Einblasen von Luftsauerstoff, um den biologischen Abbau zu stimulieren.
August 2013 Mit den sinkenden Grundwasserständen ist wieder eine höhere Rückgewinnung von Kerosin zu verzeichnen.
Juni/Juli 2013 Durchführung der Rostsondierungen. Mit diesen speziellen Bodenuntersuchungen werden die Porenräume im Boden noch spezifischer auf möglichen Kerosinbefund untersucht.
April/Mai 2013 Installierung und Inbetriebnahme der Bodenluftabsauganlage. Dieses Verfahren ist eine Maßnahme, um die Sanierung im Kernschadensbereich – dort, wo das Kerosin ausgetreten und ins Grundwasser durchgesickert ist – voranzutreiben.
April 2013 Realisierung weiterer Maßnahmen zur Optimierung und zum Monitoring der hydraulischen Sicherung.
März 2013 Der vierte und letzte Brunnen ist am 14. März in Betrieb gegangen.
Februar 2013 Nach Abschluss der Gespräche mit den entsprechenden Verantwortlichen beginnt die Errichtung des vierten Sanierungsbrunnens auf privatem Grund und Boden.
Januar 2013 Nach Abschluss der Gespräche mit den entsprechenden Verantwortlichen beginnt die Errichtung des vierten Sanierungsbrunnens auf privatem Grund und Boden.
Dezember 2012 Am 20. Dezember 2012 wird ein zweiter Sanierungsbrunnen in Betrieb genommen.
November 2012 Durch die Errichtung weiterer Messstellen, die sich zum Teil auf Firmengeländen im Gewerbegebiet Rheinbogen befinden, soll die exakte Phasenausdehnung Phasenausdehnung in westlicher, nord-westlicher Richtung bestimmt werden. Mit Pressemitteilung vom 26. November wird die Öffentlichkeit darüber informiert, dass die Kerosinphase nun komplett eingegrenzt worden ist.
Oktober 2012

Bis Ende Oktober gelingt es, die Ausbreitung der Kerosinphase auf dem Grundwasser in drei Himmelsrichtungen exakt zu bestimmen.
Am 18. Oktober 2012 haben Vertreter der Rheinland Raffinerie mit den Gutachtern für Boden und Grundwasser bei der Bezirksregierung Köln den Sanierungsplan erörtert. Die Raffinerie wird drei weitere Sanierungsbrunnen einrichten.

Ziel ist es, die Ausbreitungsfläche der Kerosinphase durch die Radien der Sanierungsbrunnen abzudecken. Bereits während der Abpumpphase werden Folgemaßnahmen erarbeitet. Sie sollen nach Abschluss des Pumpens den zweiten Sanierungsschritt, den biologischen Abbau der verbleibenden Restmenge, unterstützen.

September 2012

Nach Freigabe durch den Kampfmittelräumdienst werden sieben weitere Messstellen eingerichtet.

Die Ergebnisse der neuen Messungen liegen vor.

August 2012 Die weiteren Proben ergeben, dass das Grundwasser an den meisten bisher eingerichteten Messstellen belastet ist. Am 31. August 2012 informiert die Raffinerie darüber Anwohner, Nachbarn und Medien und kündigt die Errichtung weiterer Messstellen an.
Juli 2012

Der Gutachter legt Mitte Juli eine vorläufige Einschätzung zur Undichtigkeit vor: Danach ist eine so genannte Streustromeinwirkung (siehe oben: „Ursache des Schadens“) Grund des Leitungsschadens. Neben der Ermittlung der Ursache arbeitet die Raffinerie daran, die Umweltschäden zu beseitigen.

Seit dem 27. Juli 2012 ist ein Sanierungsbrunnen in Betrieb. Durch einen Absenktrichter kann die Kerosinphase in einem Radius von rund 60 Metern abgepumpt werden.

Mai 2012

Die ausgetretene Produktmenge wird auf 846 Tonnen beziffert. Betroffen ist eine rund 120 qm2 große und bis zu sechs Meter tiefe Fläche. Das Produkt hat sich sich als Phase auf dem Grundwasser gesammelt. Das betroffene Erdreich (500 Kubikmeter) wurde weitestgehend ausgekoffert und entsorgt.

 

 

Es wurden weitere vier Grundwassermessstellen errichtet.

 

 

April 2012 Errichtung der Grundwassermessstelle und erste Messung.
März 2012 Unmittelbar nach Einbeziehung des Sachverständigen konnte am 1. März 2012 die Freilegung der beschädigten Leitung begonnen werden. Weiterhin wurden Bodenuntersuchungen durchgeführt sowie die Errichtung einer ersten Grundwassermessstelle vorbereitet.

Funktionsweise Sanierungsbrunnen

In 22 Metern Tiefe wird das Grundwasser abgepumpt und dem Raffinerie-Kühlsystem zugeführt. Durch das Abpumpen bildet sich ein Trichter, in den das Kerosin gezogen wird. Eine zweite Pumpe kann so das Kerosin abpumpen, das in einem separaten Behälter gesammelt wird.

In welchen zeitlichen Intervallen werden die Grundwassermessstellen gemessen und überwacht?

Die Grundwassermessstellen werden derzeit monatlich gemessen. An einigen Stellen werden die Messungen derzeit alle zwei Wochen durchgeführt. Laut Ordnungsverfügung der Bezirksregierung Köln wird dieses Intervall zwei Monate nach Zugang der Ordnungsverfügung in ein Zwei-Wochen-Intervall geändert, nach weiteren drei Monaten wird dann monatlich beprobt.

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