Von den 14 teilnehmenden Teams aus Deutschland schafften es zehn in die Wertung und vier auf das Siegerpodest in den jeweiligen Kategorien. Damit hatte die Schirmherrin der erfolgsverwöhnten deutschen Teams, Bundesbildungsministerin Professor Dr. Johanna Wanka, offenbar den richtigen Riecher. In ihrem Grußwort hatte sie den Studenten im Vorfeld des dreitägigen Wettbewerbs unter anderem „viele interessante Erfahrungen (...), die ihre weitere Arbeit bereichern werden“ gewünscht.

Erstmals in der 31-jährigen Geschichte des Effizienzwettbewerbs haben sich die Nachwuchsingenieure auf einem Straßenparcours, der mit zahlreichen Kurven sowie einer fünfprozentigen Steigung die alltäglichen Mobilitätsherausforderungen innerhalb von Großstädten realistisch wiederspiegeln sollte, gemessen. „An diesem Berg sind wir gescheitert“, sagten etwa die Studenten der Universität Chemnitz. Andere Teams schafften es zwar in die Wertung, blieben dabei jedoch weit hinter ihren Streckenergebnissen aus dem Vorjahr zurück.

In der hart umkämpften Kategorie der Prototypen mit Benzin-Verbrennungsmotor konnte sich das Team der Universität Rostock mit 750 Kilometern und Rang 8 sowohl im Streckenergebnis als auch in der Platzierung verbessern. Das Team High-Efficiency der Hochschule Karlsruhe schaffte es mit 467 Kilometern auf Rang 18.

Im dichten Wettbewerberfeld der Prototypen mit batterieelektrischem Antrieb landeten die Studenten der TU München, die sich im letzten Jahr noch über den Sieg freuen konnten, auf Platz 3 (635 Kilometer). Das Team Schluckspecht der Universität Offenburg (537 Kilometer) und das Team Ruppin-Jet des Oberstufenzentrums Ostprignitz Ruppin (499 Kilometer) mussten sich mit Rang 6 bzw. 8 begnügen.

Spannend machten es die deutschen Teams in der Kategorie der Prototypen mit Brennstoffzelle. Hier schafften es die Studenten der Fachhochschule Stralsund erst im letzten Moment, einen Wertungslauf hinzulegen, schoben sich dann aber mit den erreichten 692 Kilometern gleich auf den zweiten Platz. Das Nachsehen hatte das Team Lausitz Dynamics von der BTU Cottbus-Senftenberg, das mit seinen 558 Kilometern vom dritten auf den vierten Rang zurückfiel. „Das hat die Stimmung am Ende ein wenig gedrückt“, sagt Teamsprecherin Christine Faulstich. Auch die Kölner hatten sich mehr erhofft. Schließlich belegte das Team vom Nicolaus-August-Otto-Berufskolleg mit 345 Kilometern den sechsten Rang.

Besser schlugen sich die Deutschen bei den UrbanConcept-Fahrzeugen. Hier holte sich der Schluckspecht 5D der Universität Offenburg erneut den ersten Platz bei den Diesel-Verbrennern (249 Kilometer). Bei den batterieelektrischen Fahrzeugen verbesserte sich das Team Evi der Evangelischen Schule Neuruppin vom vierten auf den zweiten Rang (156 Kilometer).

Zu den wenigen Leuchttürmen beim diesjährigen Wettbewerb gehörten einmal mehr die französischen Dauerfavoriten Microjoule-La Joliverie, die mit ihrem Erdgas betriebenem Prototypen eine Strecke von hochgerechnet 2606 Kilometern schafften. Damit stellten sie ihren Rekord von 2015 ein und wurden zugleich Streckensieger des diesjährigen Gesamtwettbewerbs.

Hinter den Kulissen wird bereits an neuen Herausforderungen gearbeitet. Spätestens 2018 soll es eine zusätzliche Kategorie für autonomes Fahren geben. „Einerseits sehen wir hier hinsichtlich der Energieeffizienz großes Potenzial, andererseits wollen wir den ambitionierten Spitzenuniversitäten eine weitere Nuss zum Knacken bieten“, sagt der technische Direktor des Wettbewerbs, Norman Koch.

Der diesjährige Eco-marathon war in das „Make the Future“-Festival in London eingebettet, das Besucher einlud, Lösungskonzepte für Energieherausforderungen von morgen hautnah zu erleben. „2050 werden rund 75 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben. Die britische Metropole steht stellvertretend für Hunderte von Megastädten, in denen die Frage, wie Mobilität in Zukunft organsiert wird, nur umso drängender ist“, sagt der Shell Chefwissenschaftler für Mobilität, Dr. Wolfgang Warnecke.

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