In der hart umkämpften Kategorie der Prototypen mit Verbrennungsmotor mussten sich die Studenten der Uni Rostock, der Hochschule Karlsruhe und der Technischen Hochschule Mittelhessen mit Platzierungen im Mittelfeld zufriedengeben. Hier siegten einmal mehr die französischen Dauerfavoriten „Microjoule-La Joliverie“ aus Nantes, die mit ihrem Erdgasfahrzeug hochgerechnet 2.504 Kilometer schafften, damit aber hinter ihr Vorjahresergebnis von 2.606 Kilometern zurückfielen.

Spannend machten es die deutschen Teams in der Kategorie der Prototypen mit Wasserstoff-Brennstoffzelle. Nach Pleiten, Pech und Pannen legten die Studenten der Hochschule Stralsund kurz vor Schluss einen grandiosen letzten Wertungslauf hin und schoben sich damit auf Platz 1 vor (881 km/m³). Noch knapper war es bei den Schülern vom Kölner Nicolaus August Berufskolleg. Sie schafften es überhaupt erst mit dem letzten Lauf in die Wertung, fuhren dann aber gleich auf den dritten Rang (268 km/m³).

Im dichten Wettbewerbsumfeld der Prototypen mit batterie-elektrischem Antrieb blieben die Teams aus Offenburg, dem Oberstufenzentrum Ostprignitz und der BTU Cottbus-Senftenberg alle hinter ihren Vorjahresergebnissen zurück und erreichten nur die Ränge 8, 15 und 20.

In der Kategorie der UrbanConcept-Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor schaffte es das Team Schluckspecht_ aus Offenburg ausnahmsweise einmal nicht aufs Podium und musste sich stattdessen mit Platz vier (321 km/l) zufriedengeben. Bei den batterie-elektrischen Fahrzeugen reichte es für die Schüler der Evangelischen Schule Neuruppin immerhin für Bronze (139 km/kWh).

Die Studenten der TU München, die in dieser Kategorie debütierten, erlebten eine Achterbahn der Gefühle. Dank eines wichtigen Ersatzteils, das auf den letzten Drücker von München nach London gebracht und in einer gemeinsamen Nachtschicht eingebaut wurde, schafften es die Bayern am Ende bis auf den zweiten Rang (162 km/kWh). „Die ganze Arbeit, die wir in dieses Projekt gesteckt haben, hat sich am Ende ausgezahlt“, sagt Robin Esterer vom Team TUfast. „Wir sind dankbar, erleichtert und freuen uns total, dass wir diese Herausforderung gemeinsam als Team gemeistert haben.“

„Das gute Abschneiden der Münchner ist umso erstaunlicher, weil das Team immer wieder mit einem komplett neuen Fahrzeug antritt – im Gegensatz zu den starken Konkurrenten, die ihre Autos meist über Jahre hinweg optimieren“, sagt Norman Koch, General Manager des Shell Eco-marathon. „Deshalb kam es für uns auch wenig überraschend, dass sich TUfast bereits jetzt für die brandneue Autonomous-Klasse gemeldet hat, die es 2018 erstmals beim Shell Eco-marathon geben wird. „Einerseits sehen wir hier hinsichtlich der Energieeffizienz großes Potenzial, andererseits wollen wir den ambitionierten Spitzenuniversitäten eine weitere Nuss zum Knacken bieten“, sagt Koch.

Bei vorwiegend strahlendem Sonnenschein erlebten die rund 25.000 Festival-Besucher über vier Tage hinweg nicht nur einen packenden Wettkampf zwischen den Schüler- und Studententeams. Sie konnten sich auch über Lösungen für die künftige Energieversorgung informieren und innovative Mobilitätskonzepte kennenlernen.

Resultate der Teams aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

Kategorie Prototypen

Verbrennungsmotor

  • Rang 8: ARC Team Proto, Fachhochschule Haute École Arc, Neuchâtel, Leistung: 1094 km/l
  • Rang 15: THM Motorsport-Team Efficiency, Technische Hochschule Mittelhessen, Friedberg, Leistung: 839 km/l
  • Rang 16: Hanseatic Efficiency, Universität Rostock, Leistung: 761 km/l
  • Rang 24: High-Efficiency-Karlsruhe, Hochschule Karlsruhe, Leistung: 467 km/l

Batterieelektrisch

  • Rang 3: TERA TU Graz, Technische Universität Graz, Leistung: 596 km/kwh
  • Rang 5: econia, Fachhochschule Vorarlberg, Dornbirn, Leistung: 566 km/kwh
  • Rang 8: Schluckspecht, Hochschule Offenburg, Leistung: 443 km/kwh
  • Rang 15: Ruppin-Jet, Oberstufenzentrum Ostprignitz Ruppin, Neuruppin, Leistung: 333 km/kwh
  • Rang 20: Lausitz Dynamics, BTU Cottbus-Senftenberg, Senftenberg, Leistung: 270 km/kwh

Brennstoffzelle

  • Rang 1: ThaiGer-H2-Racing Stralsund, Fachhochschule Stralsund, Leistung: 880 km/m3
  • Rang 3: Team NAOB, Nicolaus August Otto Berufskolleg Köln, Leistung: 268 km/m3

Kategorie UrbanConcept

Verbrennungsmotor

  • Rang 4: Schluckspecht_, Hochschule Offenburg, Leistung: 321 km/l
  • Rang 5: ARC Team, Fachhochschule Haute École Arc, Neuchâtel, Leistung: 317 km/l

Batterieelektrisch

  • Rang 2: TUfast Eco Team, Technische Universität München, Leistung: 162 km/kwh
  • Rang 3: Evi Neuruppin, Evangelische Schule Neuruppin, Leistung: 139 km/kwh

Hier finden Sie die komplette Übersicht der Ergebnisse des europäischen Wettbewerbs zum Download.

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