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Das ist eines der Ergebnisse der Shell Wasserstoff-Studie, die Shell am 9. März in Berlin vorstellte. Zur Diskussion der Studienresultate waren 200 Gäste aus Politik, Unternehmen, Wissenschaft und Verbänden erschienen. 

Dass Deutschland neben Kalifornien und Japan führend beim Aufbau einer Wasserstoff-Wirtschaft ist, erklärten Studien-Autoren Dr. Jörg Adolf (Shell) sowie Prof. Manfred Fischedick (Wuppertal Institut für Klima, Energie und Umwelt) bei der Vorstellung der Studie. 

„Elektromobilität kommt – so wie das Handy gekommen ist“

Die Bundesregierung flankiert die Einführung der Brennstoffzellentechnologie bereits seit Jahren, erläuterte Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Das Ziel sei die Einführung in den Markt und der Beweis, dass die Technologie auch großtechnisch funktioniert. Bomba: „Elektromobilität mit Brennstoffzellen oder Batterie wird kommen, so wie das Handy gekommen ist”. 

Brennstoffzellen-Fahrzeuge: Schnelles Auftanken, große Reichweiten

Prof. Dr. Christian Mohrdieck, Director Fuel Cell der Daimler AG, wies auf die Fortschritte hin, die die Automobilindustrie bei der Brennstoffzelle erzielt habe. Daimler werde im Laufe dieses Jahres seine neueste Fahrzeuggeneration vorstellen: den GLC, einen Geländewagen mit Brennstoffzelle, der erstmals zusätzlich mit der Plug-in-Hybrid-Technologie ausgestattet ist. Mohrdieck: „Mit dem GLC F-CELL bringen wir ein ganz besonderes Fahrzeug auf die Straße, denn es vereint die Vorzüge der Batterie- und Brennstoffzellentechnologie gleichermaßen. Wir zeigen damit außerdem, dass Elektromobilität auch heute schon für große Fahrzeugefunktioniert und sich nicht nur auf den urbanen Raum beschränken muss“. 

Die hohen Reichweiten und die extrem schnelle Betankungszeit macht sie übrigens auch für Anwendungen außerhalb des Pkw, wie z.B. den Bus- und Güterverkehr interessant.

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Brennstoffzellen- sowie Batteriefahrzeuge – beide werden kommen

Stijn van Els, Geschäftsführer Shell Deutschland Oil, stellte die Frage, ob es ein Wettrennen zwischen den Elektroantrieben – Batterie- beziehungsweise mit Wasserstoff betriebenen Brennstoffzellen-Fahrzeugen – geben werde, nach dem Motto: der „Bessere“ setzt sich durch. Seine Antwort: „Nein! Ich meine, die Erfolgsaussichten dieser beiden Antriebsformen hängen weniger davon ab, ob eine der beiden Technologien früher oder später „die Nase vorn“ hat. Ob sich eine Technologie durchsetzt, hängt vielmehr von den spezifischen Anwendungsgebieten und der Kundenakzeptanz ab: Auf Lang- oder Kurzstrecke etwa, aber auch die Fahrzeugklassen spielen eine Rolle“.

Tankstellen bald in ganz Deutschland

Oliver Bishop, General Manager Shell Hydrogen, wies darauf hin, wie wichtig die Wasserstoff-Technologie für eine Welt mit weniger CO2-Emissionen ist: „Um den Anstieg der CO2-Emissionen zu begrenzen, brauchen wir mehr Effizienz der Technik, mehr erneuerbare Energien, und weniger Kohlenwasserstoffe im Energiesystem“. Das Unternehmen Shell habe hier einiges zu bieten. 

An Shell Tankstellen gibt es derzeit in Deutschland vier Wasserstoffzapfsäulen, neun Projekte sind im Bau, und weitere 15 Stationen sollen 2017 realisiert werden. Bishop: „Wir sind nicht mehr in der Entwicklungs-, sondern bereits in der Vermarktungsphase. Standardisierung spielt dabei eine große Rolle.“

Insgesamt sollen in Deutschland zunächst 100 öffentliche Wasserstoff-Tankstellen entstehen, bis zum Jahr 2023 sollen es dann flächendeckend 400 Stationen sein.

Shell Wasserstoff Tankstelle

Wasserstoff

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