Der Güterverkehr in Deutschland boomt. Die Zahl der Brummis auf den Straßen wird deshalb sogar weiter wachsen - um voraussichtlich nochmals ein Fünftel bis zum Jahr 2040. Entsprechend bleibt der Bedarf an Kraftstoffen für Lkw und Busse hoch - aber gleichzeitig sollen diese Fahrzeuge vor allem immer weniger klimaschädliche Emissionen, vor allem Kohlendioxid (CO2), ausstoßen, wie Dr. Jörg Adolf, Chefvolkswirt von Shell Deutschland, ausführte. 

Wie das geschehen kann, darüber diskutierten 100 Gäste beim jüngsten Raffinerie-Dialog in Köln. Die Shell Rheinland Raffinerie hatte zusammen mit der Industrie- und Handelskammer zu Köln eingeladen, um über die jüngste Shell Nutzfahrzeug-Studie und aktuelle Trends in Straßengüterverkehr und Logistik zu sprechen. 

Dr. Thomas Zengerly, Direktor der Shell Rheinland Raffinerie, spann den Bogen der Diskussion zur Raffinerie im Kölner Süden: „Mit der Produktion und Bereitstellung von Kraft- und Schmierstoffen helfen wir den Unternehmen, Transport effizient zu erbringen. Immerhin fast ein Drittel aller Kraftstoffe wird in Deutschland von Lkw und Bussen verbraucht, vor allem Dieselkraftstoff.“ 

Neue Kraftstoffe und Antriebe bieten Potenziale 

Technisch wird es für Lkw-Hersteller und Nutzer sehr herausfordernd, die anspruchsvollen Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen. Das stellten Ben Kraaijenhagen, Vice President Foresight and Environment, MAN Trucks & Buses, sowie Markus Olligschläger, Leiter Nationaler Straßengüterverkehr beim Deutschen Speditions- und Logistikverband, fest. Neue Kraftstoffe wie verflüssigtes Gas (LNG) oder synthetischer Diesel aus Erdgas (GTL) können helfen, sind aber kein Königsweg. 

Elektromobilität bietet Potenziale vor allem bei Pkw-ähnlichen leichten Nutzfahrzeugen sowie Fahrzeugen mit urbanen Fahrprofilen – wie Kleintransportern, Nahverkehrs-Lkw sowie auch bei Stadtbussen.

Dennoch müsse eine Lösung für das Emissionsproblem gefunden werden, forderte Dr. Ulrich Soénius, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK zu Köln. Gleichzeitig müssten aber auch die Belange der transportierenden Wirtschaft berücksichtigt werden.

Der Lkw-Verkehr alleine werde das Problem nicht lösen. Die Politik, so meinte auch der stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landtages Nordrhein-Westfalen, Bernhard Schemmer (CDU), müsse mit kluger Verkehrspolitik helfen, zum Beispiel durch Verlagerung von mehr Verkehr auf Schiene und Wasserwege. Gleichwohl werde es ohne den Lkw nicht gehen.

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