In Deutschland gibt es nunmehr 68 H2-Tankstellen, bis Ende 2019 werden es 100 Stationen sein. Wasserstoff dient der Betankung von Elektro-Fahrzeugen mit Brennstoffzelle. Ihre Vorteile: kein Lärm, keine Schadstoffe, aber gleiche Nutzung, Geschwindigkeit und Reichweite wie bei Pkw mit Otto- oder Dieselmotor. Wasserstoff-Fahrzeuge haben Reichweiten von 500 bis 800 Kilometer und tanken in nur drei Minuten.

Bayern mit 14 Stationen Spitzenreiter

Das Wasserstoff-Versorgungsnetz in Deutschland wird damit immer dichter. H2-Tankstellen in Bayern – mit derzeit insgesamt 14 an der Spitze der Bundesländer – gibt es schon jetzt zum Beispiel in München, Nürnberg, Ingolstadt, Regensburg und Geiselwind sowie demnächst auch in Erlangen und Würzburg. Allein im Umfeld der Metropolregion Nürnberg entstehen insgesamt acht Wasserstoff-Tankstellen, gerade eröffnet wurden Berg und Bayreuth.

Der neue Standort an der Shell Tankstelle Hans-Vogel-Straße 55 liegt an der Autobahnauffahrt Fürth-Poppenreuth der A73. Die Tankstellentechnik stammt vom Gase- und Technologie-Unternehmen Air Liquide. Bauherr der Stationen ist das Gemeinschaftsunternehmen H2 MOBILITY, das die Wasserstoff-Infrastruktur in Deutschland aufbaut.

Die Wasserstoff-Station entspricht dem neuesten Stand der Technik. Ihre Bedienung durch den Autofahrer ist intuitiv; das Betanken ähnelt dem konventioneller Fahrzeuge und ist in drei bis fünf Minuten abgeschlossen. Die Anlage fasst rund 200 Kilogramm Wasserstoff – das reicht für die Betankung von 40 bis 50 Fahrzeugen am Tag.

E-Mobilität mit Wasserstoff senkt CO2-Emissionen

Wasserstoff bietet die Möglichkeit, das Kraftstoffangebot im Verkehrssektor klimafreundlich zu erweitern. Denn mithilfe von Wasserstoff, gerade wenn er mit erneuerbarer Energie erzeugt wird, lassen sich klimaschädliche CO2-Emissionen deutlich senken.

Die Wasserstoff-Station in Fürth wurde von der Europäischen Kommission durch das Fuel Cells and Hydrogen 2 Joint Undertaking (FCH 2 JU) im Projekt Hydrogen Mobility Europe (H2ME) gefördert.

Zur Eröffnung der H2-Station äußerten sich die Beteiligten:

Dr. Thomas Zengerly, Vorsitzender der Geschäftsführung, Shell Deutschland Oil

„Wasserstoff-Technik ist eine vielversprechende Technik. Wir gehen davon aus, dass dieser alternative Antrieb ab den zwanziger Jahren in Märkten wie Deutschland, England, Benelux, den USA und Japan eine immer größere Rolle spielt. Wir bei Shell sind auf Kurs.“

Markus Schewitza, Geschäftsführer Air Liquide Advanced Technologies GmbH:

„Wasserstoff ist eine der besten Lösungen, um die Ziele des Pariser Klimaschutz-Abkommens zu erreichen. Er hat das Potenzial, den Transportsektor, eine der wesentlichen Quellen der Verschmutzung in unseren Städten, zu dekarbonisieren. Air Liquide ist stolz, am Aufbau der europaweit größten Wasserstoffinfrastruktur beteiligt zu sein und damit die Voraussetzung für den Roll-out von Brennstoffzellenfahrzeugen in Deutschland zu schaffen.”

Lorenz Jung, Leiter Netzwerk bei der H2 Mobility Deutschland GmbH:

„H2 MOBILITY baut das Wasserstoff-Tankstellennetz in Deutschland weiter aus: In diesem Jahr eröffnen wir im Schnitt alle zwei Wochen H2-Stationen. Die Technologie ist marktreif. In Korea und Japan bereitet man sich bereits auf den Massenmarkt vor. Wir freuen uns auf immer mehr Kunden, die emissionsfreie Autofahren mit gewohnten Reichweiten und Betankungszeiten wünschen.“

Dr. Thomas Jung, Oberbürgermeister der Stadt Fürth

 „Sauber unterwegs dank Brennstoffzelle - und dazu noch mit großen Reichweiten. Ich begrüße deshalb ausdrücklich die Einrichtung einer Wasserstoff-Tankstelle auf Fürther Stadtgebiet. Diese Form der E-Mobilität ist eine echte Alternative zur aufwendigen Batterieherstellung.“

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