Als führender globaler Schmierstofflieferant der vergangenen zwölf Jahre1 erforscht Shell weiterhin, wie die weltweit wachsende Zahl der Fahrer von batterieelektrischen Fahrzeugen sowohl an den Tankstellen als auch darüber hinaus bedient werden kann. Shell hat dabei eng mit Automobilherstellern und -zulieferern zusammengearbeitet, um diese Produkte für die Erstbefüllung ab Werk zu entwickeln. Sie erfüllen ein großes Spektrum jener Ansprüche, die für die Leistungsfähigkeit von Elektrofahrzeugen von Bedeutung sind. Die Produktreihe umfasst Getriebeöle für vollelektrische und hybride Antriebsstränge (E-Transmission Fluids), Kühlöle für Batteriezellen (E-Thermal Fluids) und speziell entwickelte Fette (E-Greases). Mit diesen speziellen Kühl- und Schmierstoffen reagiert Shell auf die wachsende Anzahl von Herstellern, die Elektroautos bauen.

„Elektromobilität ist eine der Lösungen, um der steigenden Nachfrage nach Mobilität gerecht zu werden und gleichzeitig einen Beitrag zur Dekarbonisierung des Transportsektors zu leisten“, sagt Huibert Vigeveno, Executive Vice President of Global Commercial bei Shell. „Von der Stromerzeugung über Ladelösungen bis hin zu den neuen Schmierstoffen für Elektrofahrzeuge versucht Shell auf vielfältige Art und Weise, den Bedürfnissen von Elektroauto-Fahrern zu entsprechen. Die neuen Produkte sind das Ergebnis einer beträchtlichen Investition in unsere Forschung und Entwicklung. Dabei haben wir mit Herstellern rund um den Globus zusammengearbeitet, um die Fahrzeugleistung zu verbessern, die Reichweite zu erhöhen und die Lebensdauer zu verlängern.“

Wie herkömmliche Autos benötigen auch batterieelektrische Fahrzeuge Schmierstoffe für den Betrieb. Das aktuelle Angebot an Schmierstoffen, das speziell für Verbrennungsmotoren entwickelt wurde, kann die Anforderungen eines elektrischen High-Tech-Antriebsstranges normalerweise nicht erfüllen.2 Die neuen Produkte für Elektrofahrzeuge wurden von spezialisierten Schmierstoff-Wissenschaftlern aus Hamburg und Schanghai entwickelt, um genau diese Herausforderungen zu meistern und die Leistung der Elektrofahrzeuge zu optimieren. Die neuen Shell E-Fluids helfen dabei, die Emissionen eines E-Autos während seiner gesamten Lebensdauer zu reduzieren und diese gleichzeitig zu verlängern. Der Grund: Ihre Eigenschaften mit extrem niedriger Viskosität erhöhen die Effizienz der Fahrzeuge und weisen hervorragende Alterungseigenschaften auf, die jene von herkömmlichen Ölen übertreffen. Shell hat darüber hinaus auch eine Produktreihe speziell für Hybrid-Fahrzeuge entwickelt: Shell Helix Hybrid.

Prognosen sagen voraus, dass Elektrofahrzeuge eine immer wichtigere Rolle dabei spielen werden, Menschen und Güter zu transportieren. Derzeit wächst der Bestand der E-Fahrzeuge jährlich um 40 bis 50 Prozent.3 Die Internationale Energieagentur prophezeit außerdem, dass bis 2040 bereits 280 Millionen Elektrofahrzeuge auf den Straßen unterwegs sein könnten. Um diesem Wachstum begegnen zu können und sowohl Kunden als auch Automobilherstellern die Möglichkeit zu geben, ihre Autos zu schützen und leistungsfähiger zu machen, hat Shell die neuen E-Fluids entwickelt.

Ein Partner von Shell ist der multinationale indische Autohersteller Mahindra & Mahindra Ltd. Hemant Sikka, President – CPO, Powerol & Spares Business bei Mahindra, sagt: „Wie in vielen anderen Ländern befindet sich auch die indische Elektrofahrzeugbranche derzeit im Umbruch. Wir bei Mahindra sind an der Spitze dieser Entwicklung. Durch unsere Partnerschaft mit Shell kommen zwei führende Unternehmen mit starken technologischen Fähigkeiten zusammen, die die Leidenschaft teilen, ihren Kunden ein großartiges Fahrerlebnis und der nachfolgenden Generation eine nachhaltige Zukunft bieten zu wollen. Die Einführung von E-Fluids und E-Greases ist ein notwendiger Schritt, um der Elektromobilität den Weg zu bereiten, indem die Leistung und die Lebensdauer der Fahrzeuge erhöht werden. Wir sind überzeugt davon, dass solche Initiativen helfen werden, die künftige Mobilität voranzubringen.“

Shell unterstützt Energiewende

Mit Blick auf die wachsende Weltbevölkerung einerseits und die Klimaziele andererseits möchte Shell dabei helfen, mehr und zugleich sauberere Energielösungen bereitzustellen. Dafür hat Shell 2016 den Geschäftsbereich „New Energies“ gegründet, in den das Unternehmen jährlich ein bis zwei Milliarden US-Dollar investiert. Dabei liegt der Fokus auf alternativen Kraftstoffen und dem Ausbau des Stromgeschäftes. Schon heute bietet Shell an seinen Tankstellen neben Diesel und Benzin auch LPG, CNG, Wasserstoff sowie für Flottenkunden auch LNG und GTL an. Das Grundöl der Motorenöle Shell Helix und Shell Rimula wird zudem inzwischen aus Erdgas anstelle von Erdöl hergestellt. Durch den Kauf des niederländischen Ladesäulen-Anbieters New Motion und der Beteiligung an „IONITY“ kann Shell auch Fahrern von Elektroautos ein Angebot machen. Erst kürzlich verkündete Shell zudem, gemeinsam mit der EnBW Energie Baden-Württemberg AG noch in diesem Jahr deutschlandweit 50 Hochleistungsladesäulen mit insgesamt 100 Ladepunkten an seinen Tankstellen zu errichten. Geplant sind Ladeleistungen von 150 kW und mehr – und damit eine Verkürzung der Ladezeit auf wenige Minuten.

1Vgl. https://www.klinegroup.com/synthetics-afvs-and-e-commerce-offer-opportunities-for-the-global-lubricants-industry

2Das Drehmoment eines Elektroautos kann zum Beispiel zu Abnutzungserscheinungen führen, die bei herkömmlichen Fahrzeugen kein Thema sind. Zudem spielt bei E-Autos das Temperaturmanagement durch Flüssigkühlsysteme eine wichtigere Rolle, weil sich die Batterie beim Schnellladevorgang stark erhitzen kann.

3Vgl. IEA Global EV Outlook 2018