Dafür gab es 2019 gab es wichtige Entwicklungen:

  • ein Branchenrekord von 40 Millionen Tonnen zusätzlichem Angebot, das verfügbar und vom Markt nachgefragt wird
  • der Glaube an ein langfristiges Nachfragewachstum löste Investitionsentscheidungen für Verflüssigungskapazitäten von in Rekordhöhe von 71 Millionen Tonnen aus
  • vielfältigere Vertragsstrukturen, die LNG-Käufern ein breiteres Spektrum an Optionen bietet
  • die wachsende Rolle von Gas bei der Verbesserung der Luftqualität durch die Umstellung von Kohle auf Gas im Strom- und Industriesektor, wobei sich die Ankündigungen zum Ausstieg aus der Kohleverstromung mehr als verdreifachten.

Erdgas emittiert im Bereich der Stromerzeugung zwischen 45 und 55 % weniger Treibhausgasemissionen als Kohle und weniger als ein Zehntel der Luftschadstoffe.

„Der globale LNG-Markt hat sich 2019 weiterentwickelt, wobei die Nachfrage nach LNG und Erdgas nicht nur im Strom-Bereich zugenommen hat", sagte Maarten Wetselaar, Integrated Gas and New Energies Director bei Shell. „Rekordinvestitionen zum Ausbau der Versorgung werden dem wachsenden Bedarf der Menschen für Gas und damit dem flexibelsten und saubersten fossilen Brennstoff gerecht."

„Während wir heute aufgrund des Rekord-Neuangebots, zweier aufeinanderfolgender milder Winter und der Coronavirus-Situation schwache Marktbedingungen sehen, erwarten wir, dass sich Angebot und Nachfrage bis Mitte der 2020er Jahre erneut ausgleichen werden.“ 

Europa hat den größten Teil des Angebotswachstums 2019 absorbiert, da LNG dank wettbewerbsfähiger Preise die Umstellung von Kohle auf Gas im Energiesektor förderte und die rückläufige inländische Gasproduktion und Pipelinegasimporte ersetzte. 

Neue Spot-Handelsmechanismen und eine größere Vielfalt von Indizes, die für langfristige Verträge verwendet werden, deuten darauf hin, dass LNG zu einem immer flexibleren Rohstoff wird.
Die Importe in Asien stiegen 2019 im Vergleich zu den beiden Vorjahren nur leicht an, was auf mildes Wetter und steigende Stromerzeugung aus Kernenergie in Japan und Südkorea, zwei der drei größten globalen Importeure, zurückzuführen ist.

In China stiegen die LNG-Importe 2019 um 14 %, da die Bemühungen zur Verbesserung der Luftqualität in den Städten fortgesetzt wurden. Bemerkenswert war auch das Wachstum der LNG-Nachfrage in Südasien. Insgesamt importierten Bangladesch, Indien und Pakistan 36 Millionen Tonnen, was einem Anstieg von 19 % gegenüber dem Vorjahr entspricht und auf aufstrebende Wachstumsländer in Asien hindeutet.

Längerfristig wird sich der weltweite LNG-Bedarf laut Prognosen* bis 2040 auf 700 Millionen Tonnen verdoppeln, da Gas eine wichtige Rolle bei der Gestaltung eines kohlenstoffärmeren Energiesystems spielt. Es wird erwartet, dass Asien auch in den kommenden Jahrzehnten die dominierende Region bleiben wird, wobei Süd- und Südostasien mehr als die Hälfte der steigenden Nachfrage erzeugen.

Shells LNG Outlook 2020 auf www.shell.com/lngoutlook

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