Inklusive der beiden neuen Stationen in Deutschland in Schweitenkirchen und Stuhr weist das europäische LNG-Tankstellennetz mittlerweile 26 Standorte aus, die von Spanien, Frankreich, Belgien, Niederlande und Deutschland bis nach Polen reichen. Auch in der Türkei hat der Aufbau begonnen. „Der schwere Fernverkehr ist naturgemäß ein grenzüberschreitendes Geschäft. Daher ist es wichtig, dass wir internationalen Speditionen keine Insellösungen, sondern breitflächige Netzabdeckung bieten,“ sagt Christian Höllinger, verantwortlich für die LNG-Geschäftsentwicklung von Shell in Europa. „Damit können wir wesentlich dabei helfen, zeitnah Treibhausgasemissionen des Schwerlastverkehrs zu senken und Lieferketten nachhaltiger zu machen.“

Während LNG aus fossilem Erdgas bereits bis zu 22% CO2 gegenüber Diesel einsparen kann, will Shell bei der CO2-Reduzierung einen deutlichen Schritt weitergehen und bald CO2-neutrales LNG anbieten, das auf Biomethan basiert. Spätestens Mitte des Jahrzehnts will das Unternehmen eine vollständige Lieferkette für das CO-neutrale LNG in Deutschland aufgebaut haben. Dazu plant Shell den Bau einer Gasverflüssigungsanlage in der Rheinland Raffinerie mit einer Kapazität von 100.000 Tonnen pro Jahr, wofür bereits der Bauauftrag an einen namhaften Anlagenbauer erteilt wurde. Überdies soll bis spätestens Ende 2022 das LNG-Tankstellennetz von Shell auf 35-40 Stationen allein in Deutschland ausgebaut werden. Das Ziel von Shell ist dazu beizutragen, innerhalb weniger Jahre im deutschen Schwerlastverkehr jährlich bis zu eine Million Tonnen CO2 einzusparen. Für die Rheinland Raffinerie ist die geplante LNG-Anlage Teil der Ausrichtung auf nachhaltige, kohlenstoffärmere Energielösungen.

Dem Transportsektor bereits in absehbarer Zeit klimaneutrales LNG und die dazugehörige Infrastruktur zur Verfügung zu stellen, ist Teil von Shells Transformation als Energieunternehmen auf dem Weg zu Netto-Null-Emissionen und einer der Beiträge zur Energiewende in Deutschland.

Zudem führt Shell das BioLNG Euronet Konsortium an. Die Mitglieder des Konsortiums, bestehend aus Shell, DISA, Scania, IVECO und Nordsol, sind dabei, mit ihren einzelnen Aktivitäten 2.000 weitere LNG-Lkw auf die Straßen zu bringen, 39 LNG-Tankstellen von Spanien bis Polen zu bauen und eine weitere Bio-LNG-Produktionsanlage in den Niederlanden zu errichten.

Die beiden neuen Shell LNG-Stationen in Deutschland befinden sich an wichtigen Verkehrsknoten in Süd- und Norddeutschland. Sie sind jeweils ausgelegt auf täglich bis zu 150 LNG-Lkw. Die Fahrer können das LNG an der Säule mit der Shell Card von Shell Fleet Solutions zahlen. Nach derzeitigem Stand der Planungs-, Antrags- und Bauarbeiten ist bereits im Frühjahr 2021 mit einer bundesweiten Stationsabdeckung durch Shell zu rechnen.

Hinweis für Redaktionen

LNG

LNG ist verflüssigtes tiefkaltes Erdgas, dessen Einsatz im Schwerlastfernverkehr bis zu 22 Prozent weniger CO2-Emissionen gegenüber Diesel ermöglicht, wenn es aus fossilem Erdgas besteht. wird Bio-Methan eingesetzt, wie Shell es vorbereitet, sind sogar noch deutlich bessere CO2-Werte erreichbar. Hinsichtlich lokaler Luftqualität können im Vergleich zu Diesel die Schwefeldioxid- und Feinstaub-Emissionen um fast 100 Prozent sinken, die Stickoxid-Emissionen um 80 bis 90 Prozent. Zudem sind LNG-Motoren je nach Bauart bis zu 50 Prozent leiser.

Shell Tankstellengeschäft in Deutschland

Shell ist mit rund 2.000 Stationen der zweitgrößte Tankstellenbetreiber in Deutschland und bedient täglich mehr als 1 Million Kunden. Während die große Mehrheit der Fahrzeuge in Deutschland nach wie vor mit traditionellen Verbrennungsmotoren unterwegs ist, arbeitet Shell aktiv daran, jedem Kunden Alternativen anzubieten, die von CO2-Vermeidung über CO2-Reduzierung bis hin zu CO2-Ausgleich reichen. Dazu gehören Angebote wie Wasserstoff, E-Ladesäulen, komprimiertes und verflüssigtes Erdgas (CNG und LNG) sowie Autogas (LPG). Zudem bietet seit kurzem Shell CO2-Ausgleich für Fahrer von Benzin- und Diesel-Fahrzeugen an, die den CO2-Fußabdruck ihres Fahrzeugs senken möchten. Ein solches Angebot besteht für Geschäftskunden mit Shell Card bereits seit längerem.

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