Shell und Deloitte haben heute eine gemeinsame Studie über die Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrssektors veröffentlicht, die auf den Ansichten von Führungskräften und Experten aus der ganzen Welt basiert. Mehr als 70 % der 158 Befragten betrachten danach die Dekarbonisierung als eine der drängendsten Prioritäten oder gar als die wichtigste Aufgabe ihrer Organisation.

Der Bericht "Decarbonising Road Freight: Getting into Gear", der auch bald in deutscher Sprache vorliegen wird, bietet einen detaillierten 10-Jahres-Fahrplan mit 22 Lösungen. Diese Lösungen zielen auf die wirtschaftlichen, technischen, regulatorischen und organisatorischen Faktoren ab, die die Fähigkeit des Sektors zur Dekarbonisierung beeinflussen. Der Bericht zeigt, dass mehr als 70 % der Studienteilnehmer Brennstoffzellen-Fahrzeuge und Batterie-Elektrofahrzeuge als die praktikabelste langfristige Lkw-Technologie mit null Emissionen betrachten, und viele glauben, dass diese Lkw in den nächsten fünf bis zehn Jahren kommerziell rentabel werden.

„Lkw bewegen praktisch alles, wovon die moderne Gesellschaft im täglichen Leben abhängt, und während der aktuellen COVID-19-Krise hat die Gesellschaft erfahren, wie wichtig der Straßengüterverkehr für die Lieferung wesentlicher Güter ist“, sagt Huibert Vigeveno, Downstream-Direktor bei Shell. „Der Straßengüterverkehr ist derzeit jedoch für rund neun Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Da sich das Transportvolumen bis 2050 verdoppeln wird, müssen jetzt dringend Maßnahmen ergriffen werden, um die Industrie bis dahin auf einen emissionsfreien Weg zu bringen. Flottenunternehmen, Lkw-Hersteller und Energieversorger haben bereits begonnen, in emissionsarme und emissionsfreie Lösungen zu investieren. Der Sektor benötigt jedoch robustere Richtlinien und Vorschriften, um den Wandel zu beschleunigen.“

Auch Shell befindet sich bereits auf dem Weg zu einer emissionsfreien Zukunft und hat die Ambition, bis 2050 oder früher ein Netto-Null-Emissions-Energieunternehmen zu werden und nimmt seine Kunden mit auf diese Reise. Sowohl Privat- als auch Geschäftskunden mit Shell Card können die CO2-Emissionen an der Shell Station ausgleichen, die beim Fahren entstehen.

Die wichtigsten Highlights des Berichts:

  • Um das Ziel des Pariser Abkommens zu erreichen, müssen die absoluten Emissionen aus dem Straßengüterverkehr bis 2050 gegenüber dem Ausgangswert von 2018 um fast 60 Prozent sinken, obwohl sich das Straßengüterverkehrsvolumen im selben Zeitraum voraussichtlich verdoppelt.
  • 80 % der Studienteilnehmer halten in einem Mangel an staatlichen Anreizen und die Komplexität des Infrastrukturaustauschs für Haupthindernisse für die Dekarbonisierung, während 70 % die begrenzte Nachfrage der Kunden als stärkstes Hindernis betrachten.
  • Die meisten Studienteilnehmer sind sich einig, dass es die Technologien zur Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs gibt, wenngleich diese noch nicht kommerziell rentabel sind, und dass Lkw-Herstelle bereits Wasserstoff-Brennstoffzellen-Elektrofahrzeuge und batterieelektrische Fahrzeuge entwickeln.
  • Unternehmen sollten damit beginnen, den Austausch von Lkw und Bussen im Kurzstrecken- und kommunalen Verkehr mit verfügbaren emissionsfreien Brennstoffzellen- und batterieelektrischen Fahrzeugen zu priorisieren.
  • Durch Koalitionen und Partnerschaften sollten die Akteure der Industrie den Einsatz emissionsfreier Lastkraftwagen und Kraftstoffe in regionalen Clustern und entlang stark frequentierter Korridore verstärken.
  • Emissionsarme Kraftstoffe wie Flüssigerdgas (LNG), Bio-LNG, komprimiertes Erdgas und Biodiesel sollten schnell um bestehende Versorgungspunkte herum vermarktet werden, nicht aber dort, wo sie die Einführung bzw. den Einsatz emissionsfreier Lösungen stören könnten.
  • Bei Flotten mit dieselbetriebenen Lkw können sofortige Emissionsminderungen erzielt werden, indem das Fahrzeugdesign verbessert, digitale Lösungen zur Optimierung des Flottenmanagements eingesetzt und qualitativ hochwertigere Kraft- und Schmierstoffe verwendet werden.

Shell hat außerdem einen Begleitbericht mit dem Titel "Decarbonising Road Freight: Shell‘s Route Ahead" veröffentlicht, in dem die Rolle von Shell bei der Unterstützung der Dekarbonisierung des Sektors dargelegt wird. Der Bericht, der ebenfalls demnächst auch auf Deutsch erscheint, skizziert die Klimaambitionen von Shell sowie die Pläne des Unternehmens, die Emissionsintensität seiner Flotte von fast 3.000 unter Vertag stehenden Tankwagen bis 2025 um 10 % und bis 2030 um 30 % gegenüber 2018 zu senken. Der Report beleuchtet zudem, wie Shell emissionsarme und emissionsfreie Kraftstoffe und zughörige Infrastruktur sowie Lösungen zur Verringerung und zum Ausgleich von Emissionen einsetzen möchte. Dazu gehören auch politische Empfehlungen und Pläne für die Zusammenarbeit mit anderen im gesamten Straßengüterverkehrssektor.

Hinweis für Journalisten:

Bitte beachten Sie, dass nur Auszüge der Reports veröffentlicht werden dürfen. Die Reports stehen zum Download für Interessenten als englische Versionen auf der globalen Shell Webseite bereit. Deutsche Fassungen werden in den kommenden Wochen bereitgestellt.

Globale Shell Website zum Report:
www.shell.com/DecarbonisingRoadFreight

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