Refinery at night

Azubi-Einsatz gegen Corona

Shell-Azubis stellen für die Wesselinger Kronen-Apotheke Marxen Desinfektionsmittel her. Jetzt besuchte Bürgermeister Erwin Esser die Produktion im Bildungszentrum der Rheinland Raffinerie.

Von dem Team der Shell Rheinland Raffinerie am 09. Apr. 2020

Seit Anfang April läuft die Desinfektionsmittelherstellung im Schichtbetrieb. Bis zu 20.000 Liter könnten so pro Woche angemischt und abgefüllt werden – wenn der Nachschub an Rohstoffen nicht abreißt. Gerade sind wieder zwei 1000-Liter-Container mit Bioethanol im Bildungszentrum angekommen. Aber auch der ein oder andere kurzfristige Versorgungsengpass tut der Motivation und Stimmung der Azubis keinen Abbruch.

„Es ist ein gutes Gefühl, in der jetzigen Situation einen so direkten Beitrag im Kampf gegen Corona leisten zu können. Viele von uns haben Verwandte oder Bekannte, die im Gesundheitssystem arbeiten, und da weiß man, wie dringend Desinfektionsmittel gebraucht wird“, so der angehende Chemikant Sebastian Kuhl Außerdem macht das Arbeiten in der Produktion mehr Spaß als zu Hause zu sitzen und für die Prüfungen zu lernen, die inzwischen um mehrere Monate verschoben wurden.

Den Azubi-Einsatz gegen Corona lobt auch Wesselings Bürgermeister Erwin Esser: „Ich bin sehr beeindruckt, was hier geleistet wird, von der Kreativität bei der Lösungssuche und der Kurzentschlossenheit, zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird. Kompetenzen werden gebündelt, Probleme angepackt und gelöst. Die Desinfektionsmittel-Knappheit hat uns alle zu Beginn der Krise beängstigt. Jetzt ist mir sehr viel wohler. Mein herzlicher Dank gilt der Shell und der Kronen-Apotheke Marxen. Wir als Stadt versuchen, die Unternehmen in der Corona-Krise zu unterstützen, soweit das als Kommune in unserer Macht liegt, und die Solidarität der Bürgerinnen und Bürger mit den Unternehmen ist groß. Es ist schon zu sehen, wie Wesseling zusammenhält.“

Über die Apotheke, einen der großen Klinikversorger im Köln-Bonner Raum, geht das Desinfektionsmittel – nach Qualitätsendkontrolle – dann an Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime und Rettungsdienste. Durch die Zusammenarbeit mit Shell wird gerade der zusätzliche Bedarf solcher Einrichtungen abgefangen, die Handdesinfektionsmittel bislang selbst beschafft hatten. Mehr dazu unter Vom Chemikanten zum Apotheken-Helfer

Darüber hinaus hat sich Shell auch maßgeblich in einer bundesweiten Aktion engagiert, um Krankenhausapotheken in Deutschland bei der Herstellung von Händedesinfektionsmitteln zu unterstützen. Initiiert und finanziert vom Bundesgesundheitsministerium, haben die Shell Deutschland Oil GmbH, Evonik, Dow Deutschland und Olin zusammen mit der Spedition Klaeser, der Rhenus AG und DHL Express unter der Koordination des Bundesverbandes deutscher Krankenhausapotheker e.V. (ADKA) innerhalb kürzester Zeit eine vollkommen neue Lieferkette aufgebaut, die die hohen medizinischen Qualitätsansprüche erfüllt. Shell hat das Ethanol für diese erste bundesweite Blitzaktion zur Vermeidung eines Lieferengpasses kostenlos zur Verfügung gestellt. Mehr dazu unter Gemeinschaftsaktion sichert Notfall-Versorgung deutscher Krankenhäuser mit Hände-Desinfektionsmittel

Der angehende Chemikant Sebastian Kuhl (r.) erklärt Bürgermeister Erwin Esser die Desinfektionsmittelproduktion im Bildungszentrum der Shell Rheinland Raffinerie.
Im Bild: „Es ist ein gutes Gefühl, in der jetzigen Situation einen so direkten Beitrag im Kampf gegen Corona leisten zu können.“ Der angehende Chemikant Sebastian Kuhl (r.) erklärt Bürgermeister Erwin Esser die Desinfektionsmittelproduktion im Bildungszentrum der Shell Rheinland Raffinerie.