Anlass unseres Projekts mit dem Namen ZIEL2019 ist es, dass aus Umweltschutzgründen ab 2019 Schiffstreibstoffe, zum Beispiel für Kreuzfahrt- oder Containerschiffe, nur noch einen Schwefelgehalt von 0,5 statt bislang 3,5 Prozent haben dürfen. Das ist eine erhebliche Reduzierung, die zusätzliche Bearbeitungsschritte in den Raffinerien erforderlich machen. Shell begrüßt diese für die Umwelt positive Entwicklung. Die geplante neue SDA-Anlage soll mit einem sehr innovativen Verfahren die Entschwefelung der bei Produktionsprozessen entstehenden schweren Rückstände sowie deren Weiterverarbeitung zu Produkten wie Heizöl ermöglichen.

Uns war es wichtig, bereits in einer ganz frühen Phase die Fragen, Bedenken und Anregungen unserer Nachbarschaft kennenzulernen, um diese im Rahmen des Möglichen in unseren Überlegungen und Planungen berücksichtigen zu können. Schon vor der in wenigen Wochen geplanten Antragstellung mit öffentlicher Auslegung der Antragsunterlagen haben wir daher Politik- und Behördenvertreter, Umweltverbände, Landwirte, aber auch die Netzwerke in unserer Nachbarschaft eng in unsere Überlegungen und Planungen eingebunden. Für das Engagement und den konstruktiven Dialog während des bisherigen Verfahrens danken wir allen Beteiligten.

Zu den Ergebnissen zählt unter anderem, dass wir für die Baustelleneinrichtung deutlich weniger Flächen außerhalb des Werksgeländes verwenden werden als zunächst vorgesehen. Nur ein neuer breiterer Weg für den Baustellenverkehr wird zwischenzeitlich zu leichten Beeinträchtigungen der Landwirtschaft führen. Dieser Weg wird jedoch, wie auch die Baustelleneinrichtungsfläche, nach Projektabschluss wieder zurückgebaut.

Eines der wichtigsten Ergebnisse der Gespräche in den vergangenen Monaten ist sicherlich die Verlagerung des geplanten Standortes einer neuen (aus Sicherheitsgründen vorgeschriebenen) Fackel weiter weg von Urfeld an die nördliche Werksgrenze am Rhein. Hier soll nun den Planungen zufolge eine 92 Meter hohe schlanke Fackel entstehen, die sich in das vorhandene Landschaftsbild mit bestehenden Fackeln einpasst. Wir gehen davon aus, dass von dieser Fackel kein größeres Belästigungspotenzial ausgeht. Bei einer hoffentlich nie auftretenden Störung kann allerdings eine große, hellere und laute Notfall-Flamme entstehen.

Für diesen Fall richten wir nach Rücksprache mit den Behörden, Landwirten und Umweltverbänden außerhalb des Werksgeländes außerdem einen Schutzzaun ein. Die Ackerflächen innerhalb des Zaunes dürfen weiterhin bewirtschaftet werden. Weil ein bestehender Fußgängerweg entlang der Werksgrenze gesperrt werden muss, werden wir entlang einer anderen Streckenführung einen neuen Weg bauen, so dass Spaziergänger oder Jogger diesen Bereich weiterhin nutzen können.

Durch die Bauarbeiten entstehen natürlich Eingriffe in die Natur. Dafür werden wir Kompensationsflächen einrichten. Wie diese aussehen könnten, diskutieren wir unter Einbeziehung eines Experten derzeit mit Behörden, Umweltverbänden und Politikern. Sobald Einzelheiten feststehen, informieren wir Sie darüber.

Bitte melden Sie sich, wenn Sie weitere Fragen zu unserem Projekt ZIEL2019 haben. 

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