Refinery at night

Genehmigungsantrag eingereicht: Shell stößt Kraftwerkserneuerung in Rheinland Raffinerie an

Die Shell Rheinland Raffinerie macht den nächsten großen Schritt in Richtung Zukunft: Mit der geplanten Modernisierung des Kraftwerks in Köln-Godorf soll die Produktion von Dampf für die Rohölverarbeitung in Deutschlands größter Raffinerie komplett erneuert werden. Im vergangenen Monat hat Shell die Genehmigungsanträge eingereicht.

Von dem Team der Shell Rheinland Raffinerie am 08. Mär 2019

Shell geht mit dem Kraftwerkbau, der im Jahr 2021 abgeschlossen werden soll, die eigene Energieversorgung an. Die Rheinland Raffinerie braucht insgesamt in etwa so viel Energie wie 285.000 Haushalte – diese Energie soll künftig effizienter und umweltfreundlicher erzeugt werden. Im Zuge der Modernisierung stellt Shell das Kraftwerk in Godorf von Öl- auf Gasbefeuerung um. Drei neue Gaskessel produzieren dann jeweils bis zu 150 Tonnen Dampf pro Stunde. Die Raffinerie wird so die benötigte Energie künftig mit weniger Klimagasemission erzeugen können als bisher.

Nach der Einreichung des Genehmigungsantrages startet nun Prüfung durch die Behörden. Sie werden die umfangreichen Pläne zur Kraftwerksmodernisierung in den kommenden Monaten genau prüfen. Shell plant zurzeit damit, voraussichtlich im Herbst den „ersten Spatenstich“ zu machen und damit die Bauphase zu beginnen.

„Durch die Einreichung des Antrages sind wir unserem neuen Kraftwerk einen wichtigen Schritt nähergekommen“, sagt Raffineriedirektor Frans Dumoulin. „Im Vergleich zum bisherigen Kraftwerk steigern wir die Effizienz der Prozesse erheblich. Gleichzeitig bietet unser neues Projekt viele Vorteile für die Anwohner, zum Beispiel weniger Lärm. Dank moderner Technik bedeutet das neue Kraftwerk für uns mehr Planungssicherheit – auch mit Blick auf die Sicherung von Arbeitsplätzen hier in der Region. Mit dem neuen Kraftwerk leistet Shell außerdem einen Beitrag zum Klimaschutz.“

Damit spielt Dumoulin auf die Emissionen des Kraftwerks an, die durch den Neubau deutlich sinken werden. So verringert sich der Stickstoff-Ausstoß des Neubaus um mehr als 30 Prozent, der Ausstoß des Klimagases CO2 wird um 20 Prozent reduziert. Umgerechnet sind das etwa 100.000 Tonnen CO2 pro Jahr, die künftig nicht mehr emittiert werden – annähernd so viel wie der durchschnittliche Verbrauch der umgebenden Stadtviertel Godorf und Sürth zusammen. Die Emission von Schwefeloxiden geht gar um 80 Prozent zurück.

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Zusatzinformationen:

Über die Shell Rheinland Raffinerie

Die Shell Rheinland Raffinerie ist die größte deutsche Raffinerie. Auf insgesamt 440 Hektar werden pro Jahr rund 17 Millionen Tonnen Rohöl verarbeitet. Bis zu 3.000 Beschäftigte in den Werksteilen in Köln-Godorf und Wesseling produzieren rund zehn Prozent des in Deutschland verbrauchten Diesel- und Ottokraftstoffes, gut 15 Prozent des in Deutschland verbrauchten Kerosins sowie Produkte für die chemische Industrie.

Über den Kraftwerkneubau

Shell plant bis 2021 den Bau eines neuen Kraftwerks innerhalb der Rheinland Raffinerie, um die eigene künftige Energieversorgung sicherzustellen. Dank einer Umstellung von Öl- auf Gasbefeuerung verringern sich die Emissionen des Kraftwerks, etwa der CO2-Auststoß, in Köln-Godorf erheblich. Die Rauchgasentschwefelungsanlage wird gänzlich stillgelegt. Hinzu kommen weitere technische Verbesserungen für mehr Prozesssicherheit und Effizienz. Gleichzeitig erhöht das neue Kraftwerk die Wirtschaftlichkeit der Rheinland Raffinerie deutlich und sichert langfristig Arbeitsplätze in der Region. Anwohner profitieren von geringeren Geräuschemissionen.