Refinery at night

Vom Chemikanten zum Apotheken-Helfer

Kurzfristige Änderung des Lehrplans: Für die Wesselinger Kronen-Apotheke Marxen wird im Ausbildungszentrum der Shell Rheinland Raffinerie jetzt Desinfektionsmittel produziert. Die Chemikanten-Lehrlinge kümmern sich um Einwaage, Mischung und Abfüllung, die Berufsfeuerwehr Köln unterstützt die Qualitätskontrolle und den Nachschub.

Von dem Team der Shell Rheinland Raffinerie am 06. Apr. 2020

Wo normalerweise Raffinerieprozesse erlernt und ausprobiert werden, wird jetzt für Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime und Rettungsdienste Desinfektionsmittel hergestellt. Azubis aus dem vierten Lehrjahr produzieren die „Lösung zur hygienischen Händedesinfektion“, die dann in 5-Liter-Kanistern aus dem Technikum des Ausbildungszentrums über die Kronen-Apotheke Marxen an die zahlreichen Nutzer im Gesundheitssystem geht. Denn die Klinikversorgungsapotheke für den Köln-Bonner Raum stößt gerade bei ihren Bemühungen, den Mehrbedarf der sonst von den Kliniken selbst beschafften Handdesinfektionsmittel durch Eigenherstellung aufzufangen an ihre Kapazitätsgrenzen. Daher nahm Apothekenleiter Dr. Klaus Ruberg das Angebot der externen Herstellung durch Shell gerne an.

„Wir haben das Know-how und wir haben die Gerätschaften, hier als verlängerte Werkbank für die Kronen-Apotheke zu produzieren“, erklärt Felicitas Felten-Becker, Ausbildungsleiterin der Shell Rheinland Raffinerie. „Und für unsere Azubis ist es eine Ehrensache, ihre Flexibilität unter Beweis zu stellen und einen so direkten und wirksamen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Pandemie zu leisten.“

Beim Bezug der kaum mehr zu beschaffenden Rohstoffe hilft teils die Apotheke, teils – und das in zunehmendem Maße – die Berufsfeuerwehr der Stadt Köln, die zur Zeit Alkohol von Brauereien zusammenzieht und der Desinfektionsmittelproduktion zuführt. Deren Analytische Taskforce überwachte auch die Produktion der ersten Charge im Ausbildungszentrum und unterstützte die Qualitätskontrolle.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker lobt die Zusammenarbeit: „Die Unternehmen treffen die Auswirkungen des Corona-Virus in einer bisher nicht gekannten Weise, manche Existenz ist bedroht. Und doch setzt in dieser augenblicklichen Situation auch ein Um- oder Neudenken ein, das schnelle Lösungen hervorbringt. Hier sehe ich Shell als herausragendes Beispiel. Das Unternehmen hat seine Produktion kurzerhand auf Desinfektionsmittel umgestellt und trägt ganz konkret dazu bei, diese Krisenzeit bewältigen zu können. Für das unternehmerische Handeln im Sinne unserer Gemeinschaft bin ich als Oberbürgermeisterin der Stadt Köln dankbar. Und ich bin sehr stolz, dass das Unternehmen auch am Standort Köln ansässig ist. Als Stadt helfen wir bereits dabei, die wirtschaftlichen Folgen des Corona-Virus abzumildern und unsere lokale Wirtschaft zu unterstützen. Denn so wie Shell der Stadt hilft, wird die Stadt auch alles in ihren Möglichkeiten stehende veranlassen, damit Köln die Folgen dieser Pandemie überwindet.“

Seit den Morgenstunden des 2. April läuft die Desinfektionsmittelherstellung jetzt im Dauerbetrieb, also in drei Schichten rund um die Uhr. Rund 12.000 Liter könnten so pro Woche angemischt und abgefüllt werden, wenn es den Partnern bei Apotheke, Feuerwehr und Shell auch mit externer Hilfe weiterhin gelingt, die notwendigen Rohstoffe in den benötigten Mengen zu beschaffen.

Im Bild: Kurzfristige Änderung des Lehrplans: Für die Wesselinger Kronen-Apotheke Marxen wird im Ausbildungszentrum des Shell Rheinland Raffinerie jetzt Desinfektionsmittel produziert. Die Chemikanten-Lehrlinge kümmern sich um Einwaage, Mischung und Abfüllung, die Berufsfeuerwehr Köln unterstützt die Qualitätskontrolle und den Nachschub.
Im Bild: Kurzfristige Änderung des Lehrplans: Für die Wesselinger Kronen-Apotheke Marxen wird im Ausbildungszentrum des Shell Rheinland Raffinerie jetzt Desinfektionsmittel produziert. Die Chemikanten-Lehrlinge kümmern sich um Einwaage, Mischung und Abfüllung, die Berufsfeuerwehr Köln unterstützt die Qualitätskontrolle und den Nachschub.