Auch die kontinuierliche Überprüfung und Weiterentwicklung unserer Arbeitssicherheit trägt dazu bei, das hohe Sicherheitsniveau der Rheinland Raffinerie zu halten und auszubauen. Dennoch kann trotz aller Vorbeugung nicht absolut ausgeschlossen werden, dass es zu Beeinträchtigungen des laufenden Betriebs kommt.

Oftmals handelt es sich hierbei um Vorkommnisse ohne Auswirkungen auf unsere Nachbarn. Das heißt, um Vorkommnisse, die auf einen in der Regel kleinen Bereich innerhalb des Raffineriegeländes begrenzt sind. Andere werden auch außerhalb unseres Werksgeländes wahrgenommen oder können dort zu einer potenziellen Gefährdung führen.

Damit wir schnell reagieren können, existieren für mögliche Vorkommnisse klar definierte und mit den verantwortlichen Behörden abgestimmte Alarm- und Gefahrenabwehrpläne. In ihnen ist beschrieben, welche Maßnahmen eingeleitet und welche automatisierten Meldeketten in Gang gesetzt werden.

Fackeltätigkeit in der Raffinerie - Wieso, weshalb, warum?

Dauer: 3:41 Minuten

Beschreibung:       

Paul wohnt mit seiner Familie direkt neben der Rheinland Raffinerie. Manchmal sieht er auf dem Betriebsgelände ein kleines Feuer über einem langen Rohr. Was hat es damit auf sich?

Fackeltätigkeit in der Raffinerie: Wieso, weshalb, warum?  Transcript

[HIntergrundmusik]

Im gesamten Video spielt eine fröhliche Musik im Hintergrund

 [Video]

Ein freundlicher Mann (Comicstyle) erscheint auf einem weißen Hintergrund.

[Männlicher Sprecher – Voice over]

Das ist Paul

[Video]

Frau und zwei Kinder werden eingeblendet. Im Hintergrund erscheint ein Einfamilienhaus. Die Perspektive verschiebt sich nach unten, so dass im Hintergrund die Türme, Kolonnen und Behälter der Raffinerie sichtbar werden.

[Männlicher Sprecher – Voice over]

Paul wohnt mit seiner Familie in Wesseling, direkt neben der Rheinland Raffinerie.

[Video]

Ein Fenster erscheint. Der Blick aus dem Fenster zeigt den Garten der Familie. Im Hintergrund ist die Raffinerie zu erkennen. Die Familie wird eingeblendet. Vater, Mutter und die beiden Kinder stehen vor dem Fenster und beobachten die Fackeltätigkeit. Die Tochter hebt den Arm und zeigt auf die Fackel.

[Männlicher Sprecher – Voice over]

Manchmal sieht er auf dem Betriebsgelände in rund hundert Meter Höhe ein kleines Feuer über einem langen Rohr, dass wie eine überdimensionierte Fackel aussieht. Doch Paul weiß, dass dies ungefährlich ist. Seine Kinder sind sogar fasziniert von der großen Kerze, die stets oben über der Raffinerie zu sehen ist.

[Video]

Frau und Kinder werden ausgeblendet. Die Perspektive verschiebt sich. Das Fenster wird größer. Über der Fackel lodern große Flammen. Paul macht einen erschreckten Gesichtsausdruck und hebt die Hand vor den Mund.

[Männlicher Sprecher – Voice over]

An diesem Tag ist es anders: Paul schaut aus dem Fenster und erschrickt. Dort wo sonst eine kleine Flamme brennt, sieht er heute meterhohe Flammen über dem kaminartigen Rohr. Das macht ihm Sorgen.

[Video]

Ein Zettel mit der Aufschrift: Nachbarschaftstelefon SHELL 0800-2236750 erscheint in Großaufnahme. Von der Großaufnahme wird herausgezoomt. Der Zettel hängt neben einer Kommode. Paul steht vor der Kommode und telefoniert. In Gedankenblasen ist die Raffinerie samt Pilotflammen zu erkennen.

[Männlicher Sprecher – Voice over]

Er wählt die Nummer des Nachbarschaftstelefons und erreicht die Werkfeuerwehr von Shell. Paul erfährt, dass die Hochfackel eine wichtige Sicherheitsvorkehrung einer Raffinerie ist, die auch gesetzlich vorgeschrieben ist. Auch wenn sie von Zeit zu Zeit deutlicher sichtbar ist, zeigen die kleinen oder großen Flammen, dass das Sicherheitssystem der Raffinerie funktioniert.

Paul erfährt noch mehr über die Fackel:

[Video]

Paul steht weiterhin an der Kommode und telefoniert. Hinter ihm wird eine Heizung eingeblendet. Paul dreht sich um und fasst wohlwollend an die Heizung.

[Männlicher Sprecher – Voice over]

Im normalen Betrieb der Raffinerie fallen Gase an. Diese nutzt man, um beispielsweise die Prozessöfen zu befeuern. Diese Prozessgase sind dem Erdgas sehr ähnlich, das Paul zuhause für seine Heizung nutzt.

[Video]

Die Szene wird überblendet. Es erscheint eine technische Zeichnung. Vom Prozessofen werden Pfeile sichtbar. Die Pfeile wandern über eine Leitung zur Produktionsanlage. Die Pfeile wandern weiter am Gasspeicher vorbei zurück zum Prozessofen. Ein Kreislauf wird sichtbar.

[Männlicher Sprecher – Voice over]

Der Einsatz von Prozessgas in den Raffinerieöfen ist effizienter Umgang mit Energie. Zugleich transportiert die Raffinerie in ihren Leitungen auch Produkte in Gasform. So stellt die Rheinland Raffinerie beispielsweise genug Gas für mehrere hundert Millionen Feuerzeuge her.

Kommt aber der Produktionsablauf ins Stocken oder werden Teile von Anlagen herunter- oder heraufgefahren, kann dies etwa dazu führen, dass auf einmal größere Mengen dieser Gase anfallen.

[Video]

Der Zugang zum Gasspeicher öffnet sich. Die Pfeile wandern in den Gasspeicher. Der Gasspeicher füllt sich. Die Pfeile wandern über das Wasserschloss weiter in die Fackel. Die Flammen werden größer.

[Männlicher Sprecher – Voice over]

Diese werden in einem ersten Schritt in einen speziellen Speicher geleitet. Die Raffinerie kann sie dann später wiederverwenden. Nur wenn dieser Speicher voll ist, kommt zur Sicherheit – in einem zweiten Schritt – die Fackel zum Einsatz.

[Video]

Die technische Zeichnung wird ausgeblendet. Es erscheint eine Szene aus der Messwarte. Zwei Mitarbeiter sitzen vor Monitoren und überwachen die Fackel. Ein Mitarbeiter telefoniert.

[Männlicher Sprecher – Voice over]

Damit dort die überschüssigen Gase jederzeit sicher entfacht werden können, brennen rund um die Uhr kleine Flammen. Diese werden Pilotflammen oder Zündflammen genannt und an Monitoren überwacht. Wenn Gase zu ihnen geleitet werden, kann es zu meterhohen Flammen kommen.

[Video]

Graue Wolken steigen auf und überdecken das Bild der Messwarte. Hinter den Wolken wird die Familie sichtbar. Vater und Mutter grillen und erzeugen Rußwolken. Die Kinder spielen im Hintergrund mit einem Ball.

[Männlicher Sprecher – Voice over]

Falls schwarze Wolken zu sehen sind, handelt es sich hier um Ruß, wie er auch vom Grillfeuer bekannt ist – nur in sehr großen Mengen. Um die Entstehung von Ruß von vornherein zu vermeiden oder zu vermindern, wird Wasserdampf eingebracht.

[Video]

Ein Shell Truck fährt von links nach rechts durch das Bild. Im Hintergrund ist die Raffinerie zu sehen. Das Bild schwenkt weiter nach links, vorbei an vier Einfamilienhäusern. Im Endbild ist wieder Paul und seine Familie zu sehen. Sie grillen im Vorgarten. Die Kinder spielen mit dem Ball.

[Männlicher Sprecher – Voice over]

Dies hilft der Umwelt, kann allerdings Lärm verursachen.

Die Fackel kann für Nachbarn störend sein. Aber eine Gefahr für die Nachbarn besteht dabei nicht. Und natürlich ist es das Ziel, möglichst nicht zu „fackeln“, sondern die Gase effizient zu nutzen und in den Produktionsablauf einzubinden.

[Video]

Paul steht mit seiner Familie vor dem Fenster und beobachten die Fackel. Die Tochter zeigt auf die Flamme.

[Männlicher Sprecher – Voice over]

Paul ist beruhigt. Von nun an können sich Pauls Kinder wieder an „ihrer großen Kerze“ erfreuen.

 [Video]

Die Fensterszene fährt nach links aus dem Bild. Paul steht vor der Kommode und telefoniert. Im Spiegel über der Kommode spiegelt sich die Fackel der Raffinerie. Der Zettel mit der Nummer des Nachbarschaftstelefons hängt neben dem Spiegel. Das Bild zoomt auf den Spiegel und den Zettel.  

[Männlicher Sprecher – Voice over]

Und Paul weiß: Wenn er Fragen zum Betrieb der Rheinland Raffinerie hat, kann er Shell unter Nummer 0800 - 2236 750 direkt anrufen.

[Hintergrundmusik]

Musik klingt aus.

[Video]

Pecten mit Erkennungsjingle

Aktuelle Meldungen

Planmäßige Wartungsarbeit an einer Anlage in Köln-Godorf

Am Samstag und Sonntag, 21. und 22. November 2020, führt die Rheinland Raffinerie im Werk Nord (Köln-Godorf) planmäßige Wartungs- und Reinigungsarbeiten an der Bitumen-Verladung durch. Zeitweise Geruchsemissionen sind nicht auszuschließen. Bei Fragen und für Hinweise steht das Nachbarschaftstelefon unter der Telefonnummer 0800 2236 750 zur Verfügung.

Planmäßige Wartungsarbeiten im Werk Köln-Godorf

Die Rheinland Raffinerie unterzieht zusammen mit dem TÜV ihre Anlagen in festgelegten Abständen planmäßigen Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten, die von der sogenannten Betriebssicherheitsverordnung vorgeschrieben sind. Im Zuge solcher Überprüfungsarbeiten werden zudem Modernisierungsmaßnahmen vorgenommen und Sicherheitsprojekte implementiert.

Abschluss des Wartungsstillstands im Werk Wesseling

Seit Mitte August hatten laufen die planmäßigen und gesetzlich vorgeschriebenen Inspektions- und Wartungsarbeiten im Werk Wesseling.

Planmäßige Einbindearbeiten ins Erdgasnetz

Der Neubau des Kraftwerks im Werk Nord (Köln-Godorf) der Rheinland Raffinerie schreitet planmäßig voran.

Wesseling: planmäßige Wartung der Hochfackel

Die Rheinland Raffinerie nimmt in regelmäßigen Abständen Anlagen außer Betrieb und unterzieht sie einer gründlichen Überholung.

Werk Wesseling: Beginn des Wartungsstillstands

Die Vorbereitungen für den planmäßigen Wartungsstillstand im Werk Wesseling sind weitestgehend abgeschlossen.

Update zur Kohlenwasserstoff-Messung

Am 6. April 2020 wurde in einer Grundwassermessstelle im Godorfer Raffinerieteil eine auf dem Grundwasser aufschwimmende sogenannte Phase von Kohlenwasserstoffen - also eines Ölprodukts - festgestellt. Negative Ergebnisse weiterer Messstellen grenzen den verunreinigten Bereich ein: Der Fund ist klar auf das Werksgelände beschränkt.

Kohlenwasserstoffe gemessen

Die Rheinland Raffinerie verfügt in ihren Werken in Köln-Godorf und Wesseling über zahlreiche Grundwassermessstellen. Diese werden regelmäßig beprobt.

Beleuchtung auf der Kraftwerksbaustelle

Auf der Baustelle für das neue Kraftwerk im Werk Köln-Godorf der Rheinland Raffinerie werden seit Montag, 23. März 2020, die sogenannten Treppentürme für die drei neuen Kessel gegossen.

Änderung einer Produkteinstufung

Die Rheinland Raffinerie hatte Anfang April darüber informiert, dass die Behörden die bislang geltende Einstufung des in der genehmigten Ölvergasungsanlage im Werk Wesseling bei der Gasproduktion anfallenden abfiltrierten Rußes (sogenannten Petrolkoks) überprüfen. Bislang war die Einstufung des Stoffes als Petrolkoks und Regelbrennstoff durch die Behörden akzeptiert und er wurde weiteren Nutzungen zugeführt.