Aber manchmal bildet sich dort ein großes „Feuer“, das aus weiter Entfernung zu sehen ist. Was soll diese Fackel eigentlich, und ist sie nicht gefährlich?

Im Gegenteil, muss man sagen, die Hochfackel ist eine wichtige Einrichtung, die der Sicherheit dient. Sie ist sogar gesetzlich vorgeschrieben. Auch wenn sie von Zeit zu Zeit bedrohlich aussieht, zeigen die kleinen oder großen Flammen, dass das Sicherheitssystem einer Raffinerie funktioniert.

Im normalen Betrieb einer Raffinerie fallen Gase an. Diese nutzt man, um Prozessöfen zu befeuern. Das ist effizienter Umgang mit Energie. Kommt aber der Produktionsablauf ins Stocken oder werden Teile von Anlagen herunter- oder heraufgefahren, kann dies etwa dazu führen, dass auf einmal größere Mengen Gase gebildet werden. Diese werden in einem ersten Schritt in einen speziellen Speicher geleitet. Falls dieser Speicher voll ist, kommt dann – in einem zweiten Schritt – die Fackel zum Einsatz.

Damit dort die überschüssigen Gase jederzeit sicher entfacht werden können, brennen rund um die Uhr kleine Flammen. Diese werden Pilotflammen oder Zündflammen genannt und an Monitoren überwacht. Wenn Gase zu ihnen geleitet werden, kann es zu meterhohen Flammen kommen. Aber eine Gefahr für die Nachbarn besteht dabei nicht. Und natürlich ist es das Ziel, möglichst nicht zu „fackeln“, sondern die Gase effizient zu nutzen und in den Produktionsablauf einzubinden.

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