Kraftwerkneubau in Köln-Godorf – Shell investiert in die Zukunft

Wo auf dem Gelände der Rheinland Raffinerie einst 70 Meter hohe Kühltürme von 1958 in den Himmel ragten, hat Shell seit 2017 Platz für ein neues Kraftwerk zur Dampf- und Energieerzeugung geschaffen. Im Sommer 2019 haben in Köln-Godorf die Bauarbeiten begonnen. Im Jahr 2021 soll das Kraftwerk schließlich den Betrieb aufnehmen.

Sobald der neue Bau in Betrieb ist, wird das alte Kraftwerk planmäßig schrittweise vom Netz gehen. Mit dem Bau und der Umstellung von Schweröl- auf Gasbefeuerung investiert Shell erheblich in den Standort, um sich für die Zukunft aufzustellen.

150 Tonnen Dampf pro Stunde zur Stromerzeugung

Für die unterschiedlichen Prozesse der Rohölverarbeitung, die chemischen Anlagen und zur Beheizung benötigt die Raffinerie große Mengen an Dampf. Dieser muss in verschiedenen Druckstufen und Temperaturen verfügbar sein. Der Dampf wird in Hochdruck-Dampfkesseln mit bis zu 100 bar und 530 Grad Celsius erzeugt und versorgt über mehrere Dampfturbinen die verschiedenen Prozessanlagen. Hierbei entsteht Strom, mit dem das Kraftwerk selbst und die komplette Raffinerie Nord versorgt werden kann. Eine externe Beschaffung solcher Mengen Dampfs wäre unwirtschaftlich und mit großen Energieverlusten beim Transport verbunden.

Eine entscheidende Verbesserung für die Rheinland Raffinerie ist die Leistung der drei geplanten Gaskessel: Pro Kessel werden künftig 150 Tonnen Dampf pro Stunde erzeugt. Dazu kommt der bereits bestehende Gasturbinen-Abhitzekessel, der abermals 150 Tonnen stündlich liefert. Benötigt werden maximal 420 Tonnen, sodass immer ein Kessel in Reserve ist.

Der Prozess der Dampferzeugung ändert sich allerdings kaum: Zunächst wird vollentsalztes Wasser eingeleitet, verdampft, und anschließend auf mehr als 500 Grad Celsius erhitzt. Der Feuerraum eines Kessels besteht aus zahlreichen Rohren, die mit Wasser gefüllt sind und mit den Verbrennungsgasen beheizt werden. Das Wasser steigt folglich auf und verdampft. Anschließend sorgen sogenannte Überhitzer dafür, dass der Dampf weiter erwärmt und auf einen Druck von 110 bar gebracht wird. Der Dampf treibt dann mehrere Turbinen an, die Strom erzeugen – die Energieversorgung der Raffinerie Nord ist gesichert.

Effiziente Energieerzeugung mit großen Vorteilen für die Umwelt

Durch den Wechsel von Öl- auf Gasbefeuerung werden die Emissionen drastisch sinken, während der Wirkungsgrad steigt. Shell kann demnach mit weniger Energieeinsatz mehr Energie erzeugen als bisher.

  • 30% weniger Stickoxid-Ausstoß in diesem Anlagenteil
  • 80% weniger Emission von Schwefeloxiden
  • etwa 100.000 Tonnen weniger CO2-Ausstoß
  • bestehende Rauchgasentschwefelungsanlagen werden nach der Modernisierung nicht mehr benötigt und stillgelegt
  • Austritt von rohölhaltigenTröpfchen wird technisch ausgeschlossen

Auch die Anwohner profitieren

Auch für die Anwohner kommt es zu Verbesserungen. So wird das neue Kraftwerk beispielsweise leiser. Da die neuen Kessel in einem Kesselhaus gebaut werden, werden sich die Geräuschemissionen im Vergleich zur Vorsituation verbessern. Durch die moderne Technik wird auch die allgemeine Anlagensicherheit deutlich erhöht und macht das Gesamtsystem stabiler.

Mit dem neuen, wesentlich wirtschaftlicheren Kraftwerk leistet Shell einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Standorts und der zahlreichen Arbeitsplätze in der Region.

Shell geht eingeschlagenen Weg konsequent weiter

Bereits in den vergangenen Jahren hat die Shell Rheinland Raffinerie ihre Emissionen stetig verringert. So sank die Menge an ausgestoßenem CO2 innerhalb von zehn Jahren zwischen 2005 und 2015 um rund ein Drittel – auch aufgrund eines ähnlichen Kraftwerksumbaus im Wesselinger Teil des Werkes. Der monatliche Verbrauch von flüssigem Brennstoff wurde seit 2010 um mehr als die Hälfte gesenkt. Der Kraftwerkneubau ist der nächste wichtige Schritt in eine umweltfreundlichere Zukunft. Künftig wird auch der Aufbau von Energieeffizienznetzwerken dazu beitragen, weitere Energieeinsparungen in den Anlagen zu verwirklichen und die Umweltbilanz weiter zu verbessern.

Energieversorgung der Zukunft

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Platzierung
Detail 1

Kesselhaus

Weil die neuen Kessel in einem geschlossenen Gebäude errichtet werden und die Anlagen kleiner als die bisherigen sind, sinken die Lärmemissionen – ein großer Vorteil für Nachbarn und Mitarbeiter.

Detail 2

Neue Kessel

Für die Rohölverarbeitung, die chemischen Anlagen und zur Beheizung benötigt die Raffinerie große Mengen an Dampf. In den neuen Kesseln werden 150 Tonnen Dampf pro Stunde erzeugt. Durch die Umstellung von Schweröl auf Gas geschieht dies künftig deutlich effizienter und emissionsärmer.

Detail 3

Neuer Schornstein

Mit der Modernisierung leistet Shell einen Beitrag zur Energiewende. Das neue Kraftwerk stößt deutlich weniger CO2 aus, gleichzeitig geht die Stickoxid-Emission (NOx) um mehr als 30 Prozent zurück. Der Ausstoß von Schwefeloxiden sinkt sogar drastisch um mehr als 80 Prozent.

Detail 4

Rauchgasreinigung

Da die modernen Kessel den Austritt von Ölpartikeln technisch ausschließen, kann die bestehende Rauchgasentschwefelungsanlage stillgelegt und rückgebaut werden. Sie wird in Zukunft nicht mehr benötigt. Dies erhöht die Gesamtsicherheit der Systeme.

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Weitere Themen

Neue Energien

Die Rheinland Raffinerie hat in den vergangenen Jahren stetig die Emissionen verringert. So sank die Menge an ausgestoßenem CO2 innerhalb von zehn Jahren um rund ein Drittel.

Umwelt und Sicherheit

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