Shell veröffentlicht Energiewende-Strategie 2024
- Shell setzt seine Bemühungen fort, die Emissionen aus seinen Geschäftstätigkeiten (Scope 1 und 2) bis 2030 im Vergleich zu 2016 zu halbieren. Bis Ende 2023 hat Shell mehr als 60 % dieses Ziels erreicht. Shell reduzierte auch die Netto-CO2-Intensität der verkauften Energie-Produkte um 6,3 % im Vergleich zu 2016. Es ist das dritte Jahr in Folge, in dem das Unternehmen sein Ziel erreicht hat.
- Um die Dekarbonisierung des Verkehrssektors voranzutreiben, hat sich Shell die neue Ambition gesetzt, die Kundenemissionen aus der Nutzung seiner Ölprodukte bis 2030 um 15-20 % im Vergleich zu 2021 zu reduzieren (Scope 3, Kategorie 11)..1
- Shell bekräftigt, zwischen 2023 und Ende 2025 zehn bis 15 Milliarden US-Dollar in CO2-arme Energielösungen investieren zu wollen, was Shell zu einem bedeutenden Investor in der Energiewende macht.
Das Ziel von Shell, bis 2050 Netto-Null-Emissionen für alle Betriebe und Energieprodukte des Unternehmens zu erreichen, verändert das Geschäft. Shell glaubt, dass dieses Ziel das ehrgeizigere Ziel des Pariser Abkommens unterstützt, die globale Erwärmung auf 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Die Shell Strategie unterstützt einen ausgewogenen und geordneten Übergang weg von fossilen Kraft- und Brennstoffen hin zu CO2-armen Energielösungen, um eine sichere und erschwingliche Energieversorgung aufrechtzuerhalten.
"Energie hat einen unglaublichen Beitrag zur menschlichen Entwicklung geleistet und es vielen Menschen auf der ganzen Welt ermöglicht, ein Leben in mehr Wohlstand zu führen. Heute muss die Welt den wachsenden Energiebedarf decken und gleichzeitig die dringende Herausforderung des Klimawandels bewältigen. Die rasanten Fortschritte bei der Energiewende in den letzten Jahren in vielen Ländern und Technologien ermutigen mich, was mich in meiner tiefen Überzeugung von der Ausrichtung unserer Strategie bestärkt", sagte Wael Sawan, Chief Executive Officer von Shell.
„Shell spielt eine sehr wichtige Rolle bei der Bereitstellung der Energie, die die Welt heute benötigt, und beim Aufbau des CO2-armen Energiesystems der Zukunft. Unser Fokus auf Leistung, Disziplin und Vereinfachung führt zu klaren Entscheidungen darüber, wo wir durch die Energiewende die größte Wirkung erzielen und den größten Wert für unsere Investoren und Kunden schaffen können. Wir glauben, dass diese Fokussierung die Wahrscheinlichkeit, dass wir unsere Klimaziele erreichen, erhöht, nicht verringert. Durch die Bereitstellung der verschiedenen Arten von Energie, die die Welt benötigt, glauben wir, dass wir attraktiv für Investoren und der bevorzugte Partner für die Energiewende sind", sagte Sawan.
Shells Pläne für die Energiewende decken alle Geschäftsbereiche ab. Flüssigerdgas (Liquefied Natural Gas/LNG) ist ein entscheidender Energieträger für die Energiewende, und Shell baut sein weltweit führendes LNG-Geschäft mit geringerer CO2-Intensität aus. Das Unternehmen senkt die Emissionen aus der Öl- und Gasförderung bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Ölproduktion und steigert den Absatz CO2-armer Energielösungen, während der Absatz von Ölprodukten wie Benzin, Diesel und Kerosin schrittweise reduziert wird. Als einer der größten Energiehändler der Welt kann Shell das Angebot an CO2-armer Energie an die Nachfrage koppeln, wie es das Unternehmen seit vielen Jahren mit Öl und Gas tut.
Bei der Erreichung seiner Klimaziele ist Shell gut vorangekommen:
- Bis Ende 2023 hat Shell mehr als 60 % seines Ziels erreicht, die Emissionen aus eigener Geschäftstätigkeit bis 2030 im Vergleich zu 2016 zu halbieren. Dies geht weit über die Ziele hinaus, die sich die Unterzeichner der auf der COP28 vereinbarten Charta zur Dekarbonisierung von Öl und Gas gesetzt haben.
- Shell ist nach wie vor branchenführend bei der Reduzierung von Methanemissionen. Shell war eines der ersten Unternehmen, das sich zum Ziel gesetzt hat, bis 2030 nahezu null Methanemissionen zu erreichen. Im Jahr 2023 hat Shell eine Methanemissionsintensität von 0,05 % erreicht und lag damit deutlich unter dem Ziel von 0,2 %. Im Jahr 2023 hat Shell zudem auch einen Beitrag zum Global Flaring and Methane Reduction Fund der Weltbank geleistet und damit branchenweite Maßnahmen zur Verringerung der Methanemissionen und des Abfackelns weiter unterstützt.
- 2023 hat Shell sein Ziel erreicht, die Netto-CO2-Intensität der von Shell verkauften Energieprodukte zu reduzieren, und zwar um 6,3 % im Vergleich zu 2016. Es ist das dritte Jahr in Folge, in dem Shell seine Ziele erreicht hat.
Während sich Shell zu einem Energieunternehmen mit Netto-Null-Emissionen wandelt, strebt das Unternehmen an, in der Energiewende führend zu werden, wo es Wettbewerbsstärken hat, eine starke Kundennachfrage sieht und eine klare regulatorische Unterstützung durch die Regierungen erkennt. Um die Dekarbonisierung des Verkehrssektors voranzutreiben, hat Shell sich die neue Ambition gesetzt, die Kundenemissionen aus der Nutzung seiner Ölprodukte bis 2030 um 15-20 % im Vergleich zu 2021 zu reduzieren (Scope 3, Kategorie 11).1
Die Fokussierung auf die Bereiche, in denen Shell den größten Mehrwert schaffen kann, hat zu einer strategischen Neuausrichtung des integrierten Stromgeschäfts geführt. Danach plant Shell, sein Stromgeschäft, einschließlich erneuerbarer Energien, unter anderem in Australien, Europa, Indien und den USA auszubauen und hat sich aus der direkten Energieversorgung von Haushalten in Europa zurückgezogen.
Im Einklang mit dieser Verschiebung hin zur Priorisierung des Werts gegenüber Volumen, wird Shell sich auf ausgewählte Märkte und Segmente konzentrieren. Das beinhaltet mehr Strom an Geschäftskunden und weniger an Privatkunden. In Anbetracht des Fokus auf Wert, erwartet Shell insgesamt ein geringeres Wachstum des Stromabsatzes bis 2030, was zu einer Aktualisierung des Ziels für die Netto-CO2-Intensität geführt hat. Shell strebt nun an, die Netto-CO2-Intensität der von Shell verkauften Energieprodukte bis 2030 um 15 bis 20 % gegenüber 2016 zu senken, verglichen mit dem vorherigen Ziel von 20 %.
Shell wird weiterhin jedes Jahr transparent über seine Fortschritte im Hinblick auf seine Ziele und Ambitionen berichten.
Auf dem Weg in eine Netto-Null-Zukunft
Shell investiert zwischen 2023 und Ende 2025 zehn bis 15 Milliarden US-Dollar in CO2-arme Energielösungen und ist damit ein wichtiger Investor für die Energiewende. Im Jahr 2023 wurden 5,6 Milliarden US-Dollar in CO2-arme Lösungen investiert, mehr als 23 % der gesamten Investitionsausgaben.
Zu diesen Investitionen gehören das Aufladen von Elektrofahrzeugen, Biokraftstoffe, erneuerbare Energien, Wasserstoff sowie CO2-Abscheidung und -speicherung. Diese Investitionen in neue Technologien tragen dazu bei, die Emissionen für Shell und seine Kunden zu reduzieren. Shells Ziel ist es, neue Technologien zu skalieren, um sie zu einer erschwinglichen Wahl für Kunden zu machen, und sich auf Schlüsselbereiche zu konzentrieren, die nach Ansicht von Shell für die Energiewende von entscheidender Bedeutung sind: Politische Regelwerke, die nationale Netto-Null-Ambitionen unterstützen, einschließlich der CO2-Bepreisung, die Bereitstellung sicherer Energie, die die Welt braucht, die Förderung von Nachfrageveränderungen und das Wachstum CO2-armer Lösungen.
Hinweise an Redaktionen
- Ausführliche Informationen zu den Aktualisierungen unserer Klimaziele, Ambitionen und Leistungen finden Sie im vollständigen Bericht (online hier).
- Die Aktionäre werden auf der Hauptversammlung von Shell 2024 eine Konsultativabstimmung über die Strategie für die Energiewende haben.
- Die Netto-CO2-Intensität von Shell ist die durchschnittliche Intensität, gewichtet nach dem Verkaufsvolumen, der von Shell verkauften Energieprodukte. Sie wird anhand unserer Net Carbon Footprint (NCF)-Methodik verfolgt, gemessen und gemeldet.
- Wir haben uns das neue Ziel gesetzt, die Kundenemissionen aus der Verwendung unserer Ölprodukte bis 2030 um 15-20 % im Vergleich zu 2021 zu reduzieren (Scope 3, Kategorie 11). Das sind mehr als 40 % im Vergleich zu den 2016 gemeldeten Emissionen. Die Kundenemissionen aus der Nutzung unserer Ölprodukte (Scope 3, Kategorie 11) betrugen im Jahr 2023 517 Millionen Tonnen Kohlendioxidäquivalent (CO2e), im Jahr 2021 569 Millionen Tonnen CO2e und im Jahr 2016 819 Millionen Tonnen CO2e. Von der Reduzierung um 40 % bis 2030 entfallen rund acht Prozentpunkte auf Volumina im Zusammenhang mit zusätzlichen Kontrakten, die als zu Handelszwecken gehalten eingestuft werden, was sich ab 2020 auf die gemeldeten Volumina auswirkt.
- Die Reduzierung der Netto- CO2-Intensität der von uns verkauften Produkte erfordert Maßnahmen sowohl von Shell (Scope-1- und Scope-2-Emissionen) als auch von unseren Kunden (Scope-3-Emissionen). Wir können zwar die Einführung CO2-armer Produkte und Lösungen fördern, aber wir können die endgültigen Entscheidungen der Kunden nicht kontrollieren. Die Unterstützung von Regierungen und politischen Entscheidungsträgern ist unerlässlich, um die richtigen Bedingungen für Nachfrageveränderungen zu schaffen. Im Jahr 2023 haben wir 5,6 Milliarden US-Dollar in CO2-arme Energie-Lösungen investiert, mehr als 23 % unserer gesamten Investitionsausgaben. Dazu gehört auch die Übernahme von Nature Energy, die Shell zu einem der größten Produzenten erneuerbaren Gases in Europa macht. Und unsere laufende Investition in Sprng Energy, eine der führenden indischen Plattformen für erneuerbare Energien, zeigt unsere Entschlossenheit, in den Ausbau erneuerbarer Kapazitäten in Bereichen zu investieren, die unsere Stärken ausspielen und den größten Mehrwert schaffen. Wir leisten auch Pionierarbeit bei der Skalierung CO2-armer Lösungen, wie z. B. durch den Baubeginn von Holland Hydrogen I in Rotterdam Ende 2022, das voraussichtlich eine der größten Anlagen für erneuerbaren Wasserstoff in Europa werden wird.
- Erfahren Sie hier online mehr über den Capital Markets Day 2023 von Shell.
Medienanfragen
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Deutsche Shell Holding GmbH
Cornelia Wolber
+49 (0) 40 6324 5290
@Shell_Germany
Cautionary Note
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The companies in which Shell plc directly and indirectly owns investments are separate legal entities. In this announcement “Shell”, “Shell Group” and “Group” are sometimes used for convenience where references are made to Shell plc and its subsidiaries in general. Likewise, the words “we”, “us” and “our” are also used to refer to Shell plc and its subsidiaries in general or to those who work for them. These terms are also used where no useful purpose is served by identifying the particular entity or entities. “Subsidiaries”, “Shell subsidiaries” and “Shell companies” as used in this announcement refer to entities over which Shell plc either directly or indirectly has control. The term “joint venture”, “joint operations”, “joint arrangements”, and “associates” may also be used to refer to a commercial arrangement in which Shell has a direct or indirect ownership interest with one or more parties. The term “Shell interest” is used for convenience to indicate the direct and/or indirect ownership interest held by Shell in an entity or unincorporated joint arrangement, after exclusion of all third-party interest.
Forward-looking statements
This announcement contains forward-looking statements (within the meaning of the U.S. Private Securities Litigation Reform Act of 1995) concerning the financial condition, results of operations and businesses of Shell. All statements other than statements of historical fact are, or may be deemed to be, forward-looking statements. Forward-looking statements are statements of future expectations that are based on management’s current expectations and assumptions and involve known and unknown risks and uncertainties that could cause actual results, performance or events to differ materially from those expressed or implied in these statements. Forward-looking statements include, among other things, statements concerning the potential exposure of Shell to market risks and statements expressing management’s expectations, beliefs, estimates, forecasts, projections and assumptions. These forward-looking statements are identified by their use of terms and phrases such as “aim”, “ambition”, “anticipate”, “believe”, “could”, “estimate”, “expect”, “goals”, “intend”, “may”, “milestones”, “objectives”, “outlook”, “plan”, “probably”, “project”, “risks”, “schedule”, “seek”, “should”, “target”, “will” and similar terms and phrases. There are a number of factors that could affect the future operations of Shell and could cause those results to differ materially from those expressed in the forward-looking statements included in this announcement, including (without limitation): (a) price fluctuations in crude oil and natural gas; (b) changes in demand for Shell’s products; (c) currency fluctuations; (d) drilling and production results; (e) reserves estimates; (f) loss of market share and industry competition; (g) environmental and physical risks; (h) risks associated with the identification of suitable potential acquisition properties and targets, and successful negotiation and completion of such transactions; (i) the risk of doing business in developing countries and countries subject to international sanctions; (j) legislative, judicial, fiscal and regulatory developments including regulatory measures addressing climate change; (k) economic and financial market conditions in various countries and regions; (l) political risks, including the risks of expropriation and renegotiation of the terms of contracts with governmental entities, delays or advancements in the approval of projects and delays in the reimbursement for shared costs; (m) risks associated with the impact of pandemics, such as the COVID-19 (coronavirus) outbreak, regional conflicts, such as Russia’s invasion of Ukraine, and a significant cybersecurity breach; and (n) changes in trading conditions. No assurance is provided that future dividend payments will match or exceed previous dividend payments. All forward-looking statements contained in this announcement are expressly qualified in their entirety by the cautionary statements contained or referred to in this section. Readers should not place undue reliance on forward-looking statements. Additional risk factors that may affect future results are contained in Shell plc’s Form 20-F for the year ended December 31, 2023 (available at www.shell.com/investors/news-and-filings/sec-filings.html and www.sec.gov). These risk factors also expressly qualify all forward-looking statements contained in this announcement and should be considered by the reader. Each forward-looking statement speaks only as of the date of this announcement, 14 March 2024. Neither Shell plc nor any of its subsidiaries undertake any obligation to publicly update or revise any forward-looking statement as a result of new information, future events or other information. In light of these risks, results could differ materially from those stated, implied or inferred from the forward-looking statements contained in this announcement.
Shell’s net carbon intensity
Also, in this announcement we may refer to Shell’s “net carbon intensity”, which includes Shell’s carbon emissions from the production of our energy products, our suppliers’ carbon emissions in supplying energy for that production and our customers’ carbon emissions associated with their use of the energy products we sell. Shell only controls its own emissions. The use of the term Shell’s “net carbon intensity” is for convenience only and not intended to suggest these emissions are those of Shell plc or its subsidiaries.
Shell’s net-zero emissions target
Shell’s operating plan, outlook and budgets are forecasted for a ten-year period and are updated every year. They reflect the current economic environment and what we can reasonably expect to see over the next ten years. Accordingly, they reflect our Scope 1, Scope 2 and Net Carbon Intensity (NCI) targets over the next ten years. However, Shell’s operating plans cannot reflect our 2050 net-zero emissions target, as this target is currently outside our planning period. In the future, as society moves towards net-zero emissions, we expect Shell’s operating plans to reflect this movement. However, if society is not net zero in 2050, as of today, there would be significant risk that Shell may not meet this target.
Forward looking non-GAAP measures
This announcement may contain certain forward-looking non-GAAP measures such as cash capital expenditure and divestments. We are unable to provide a reconciliation of these forward-looking non-GAAP measures to the most comparable GAAP financial measures because certain information needed to reconcile those non-GAAP measures to the most comparable GAAP financial measures is dependent on future events some of which are outside the control of Shell, such as oil and gas prices, interest rates and exchange rates. Moreover, estimating such GAAP measures with the required precision necessary to provide a meaningful reconciliation is extremely difficult and could not be accomplished without unreasonable effort. Non-GAAP measures in respect of future periods which cannot be reconciled to the most comparable GAAP financial measure are calculated in a manner which is consistent with the accounting policies applied in Shell plc’s consolidated financial statements.
The contents of websites referred to in this announcement do not form part of this announcement.
We may have used certain terms, such as resources, in this announcement that the United States Securities and Exchange Commission (SEC) strictly prohibits us from including in our filings with the SEC. Investors are urged to consider closely the disclosure in our Form 20-F, File No 1-32575, available on the SEC website www.sec.gov.
1 Die Kundenemissionen aus der Nutzung unserer Ölprodukte (Scope 3, Kategorie 11) betrugen im Jahr 2023 517 Millionen Tonnen Kohlendioxidäquivalent (CO2e) und im Jahr 2021 569 Millionen Tonnen CO2e.