Vom Ruhrgebiet nach Berlin – elektrisch: HoLa-Netz macht Lkw-Fernverkehr alltagstauglich
Lehre/Niedersachsen – Ein Logistikunternehmen plant die nächsten Schritte: Die ersten Lkw werden elektrifiziert. Die Entscheidung ist gefallen. Doch dann stellt sich die entscheidende Frage: Funktioniert das auch auf der Langstrecke – zum Beispiel vom Ruhrgebiet nach Berlin? Was lange als Herausforderung galt, wird jetzt Realität: Mit der Eröffnung einer Hochleistungs-Ladestation für Lkw an der Shell Station im niedersächsischen Lehre bei Helmstedt geht ein zentraler Baustein für klimafreundlichen Fernverkehr in Betrieb: das HoLa-Netz. Erstmals steht damit ein zusammenhängendes Netz aus fünf Hochleistungsladestandorten entlang der Achse Ruhrgebiet–Berlin zur Verfügung – genau dort, wo der Güterverkehr täglich unterwegs ist.
Das Projekt „HoLa – Hochleistungsladen im Lkw-Fernverkehr“ zeigt, dass elektrisch betriebene Lastwagen auch auf langen Strecken zuverlässig eingesetzt werden können. Die neue Station in Lehre bildet dabei einen zentralen Knotenpunkt dieses Korridors.
Zur feierlichen Inbetriebnahme kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Industrie und Logistik zusammen – darunter Staatssekretärin Dr. Claudia Elif Stutz aus dem Bundesministerium für Verkehr, führende Hersteller von Nutzfahrzeugen sowie Unternehmen aus der Transportbranche.
Staatsekretärin Dr. Claudia Elif Stutz, Bundesministerium für Verkehr: „Für den Markthochlauf von E-Lkw im Güterverkehr ist entscheidend, dass diese verlässlich und schnell geladen werden können. Mit dem BMV-geförderten Projekt machen Politik, Forschung und Industrie gemeinsam Tempo für die Dekarbonisierung des Straßengüterverkehrs. Das Konsortium zeigt, wie das besonders schnelle Megawatt-Charging-System (MCS) im Fernverkehr eingesetzt werden kann. Der fertige MCS-Korridor zwischen dem Ruhrgebiet und Berlin demonstriert nun, dass Speditionen mit dem Einsatz von E-Lkw noch wirtschaftlicher und flexibler sind.“
Auch für Shell ist das Projekt ein wichtiger Schritt in Richtung Skalierung: „Mit HoLa wird die Zukunft des Güterverkehrs konkret sichtbar: Elektrische Lkw können heute bereits im Fernverkehr eingesetzt werden – vorausgesetzt, die Infrastruktur stimmt,“ erklärte Florian Glattes, General Manager des Mobility-Geschäftes von Shell in Deutschland, Österreich und der Schweiz. “Wir sind Partner im Projekt und treiben es aktiv voran”. Zwei der fünf neuen Standorte – Lehre sowie Wustermark bei Berlin – werden von Shell betrieben, die Shell Tochter SBRS GmbH hat hier auch die Ladeinfrastruktur entwickelt und installiert. In Hamm/Westfalen stellt Shell den Standort.
Im Rahmen der Veranstaltung wurde ein Megawatt-Ladevorgang live demonstriert. Die von Shell Business Recharge Solutions (SBRS) eingesetzte Technologie ermöglicht es, große elektrische Lkw während gesetzlicher Fahrpausen schnell wieder aufzuladen und ihre Fahrt fortzusetzen.
Das HoLa-Projekt zeigt damit, was möglich werden kann, wenn Politik, Industrie, Forschung und Wissenschaft sowie Energie- und Logistikwirtschaft zusammenarbeiten: Ein funktionierendes System für elektrischen Fernverkehr – und ein entscheidender Schritt vom Pilotprojekt hin zur breiten Anwendung.
HoLa setzt Maßstäbe für Megawattladen im Fernverkehr
Das Projekt HoLa verfolgt das Ziel, die technische und wirtschaftliche Einsatzfähigkeit von batterieelektrischen Lkw im Fernverkehr unter realen Bedingungen nachzuweisen und den Weg für den flächendeckenden Ausbau der Ladeinfrastruktur zu ebnen.
Korridor und Infrastruktur
- Aufbau eines ersten durchgängigen Hochleistungsladekorridors entlang der Autobahnachse Ruhrgebiet–Berlin
- Insgesamt fünf Standorte, strategisch entlang zentraler Logistikroute positioniert:
- Lehre bei Helmstedt/Niedersachsen
- Lipperland Süd bei Bielefeld/NRW
- Hamm-Rhynern/NRW
- Dortmund/NRW
- Wustermark/Brandenburg (in den kommenden Wochen in Betrieb)
Megawatt Charging System (MCS)
- Einsatz modernster Ladeinfrastruktur für schwere Nutzfahrzeuge
- Ladeleistungen von bis zu 1,2 Megawatt
- Ziel:
- Nachladung ausgelegt auf 45‑minütige Fahrerpause
- Reichweitenverlängerung für mehrere hundert Kilometer
Praxisorientierter Betrieb
- Test unter realen Bedingungen entlang einer zentralen Logistikachse
- Beteiligung von:
- führenden Truck-Herstellern (OEMs)
- Logistikunternehmen und Flottenbetreibern
- Untersuchung u. a. von:
- Netzanschluss und Energiebedarf
- Ladeverhalten und Nutzeranforderungen
- Integration in bestehende Transportprozesse
Projektstruktur und Förderung
- Gefördert mit rund 10 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Verkehr
- Ergänzende Finanzierung über europäische Programme (NextGenerationEU / Aufbau- und Resilienzfazilität)
- Umsetzung im Rahmen des Gesamtkonzepts „Klimafreundliche Nutzfahrzeuge“
- Koordination durch Fraunhofer ISI und P3 Group
- Konsortium aus 13 Partnern sowie 12 assoziierten Partnern aus Industrie, Energie, Infrastruktur und Forschung
Bedeutung für den Markthochlauf
HoLa liefert zentrale Erkenntnisse für:
- den flächendeckenden Ausbau von Ladeinfrastruktur für schwere Nutzfahrzeuge
- die Skalierung des Megawattladens
- die Weiterentwicklung von regulatorischen Rahmenbedingungen und Geschäftsmodellen
Das Projekt markiert damit den Übergang von der Pilotphase hin zur breiten industriellen Anwendung und Skalierung emissionsfreier Technologien im Straßengüterverkehr.
Über das HoLa-Projekt
HoLa („Hochleistungsladen im Lkw-Fernverkehr“) ist ein Leuchtturmprojekt zur Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs. Ziel ist es, Hochleistungsladeinfrastruktur unter realen Bedingungen zu erproben und die Grundlage für einen schnellen Hochlauf emissionsfreier Logistik in Deutschland und Europa zu schaffen. HoLa wird im Rahmen der Förderrichtlinie Elektromobilität mit insgesamt 10 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Verkehr gefördert und im Rahmen der Umsetzung des Gesamtkonzepts Klimafreundliche Nutzfahrzeuge als Technologie- und Erprobungsprojekt durchgeführt. Fördermittel dieser Maßnahme werden auch im Rahmen des Deutschen Aufbau- und Resilienzplans (DARP) über die europäischen Aufbau- und Resilienzfazilitäten (ARF) im Programm NextGenerationEU bereitgestellt. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt. Auch die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur unter dem Dach der NOW GmbH ist eng im HoLa-Projekt eingebunden. Das Projektkonsortium umfasst insgesamt 13 Partner aus Fahrzeugbau, Energieversorgung, Netzbetrieb, Autobahnbewirtschaftung und Forschung. Die Gesamtleitung und wissenschaftliche Koordination liegen beim Fraunhofer ISI.
Johannes Pallasch, Leiter und Sprecher der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur unter dem Dach der NOW GmbH:
„Die im HoLa-Projekt gewonnenen Erkenntnisse sind unter anderem in die Ausschreibung der Lkw-Ladeinfrastruktur an den Autobahnen eingeflossen und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum beschleunigten Aufbau eines leistungsfähigen Ladenetzes für schwere Nutzfahrzeuge in Deutschland.“
Dr. Götz von Esebeck, Head of Technology Strategy & Innovation Traton SE
„Fahrzeuge sind verfügbar und das Portfolio wird stetig erweitert – entscheidend ist jetzt der schnelle Ausbau einer leistungsfähigen Ladeinfrastruktur. HoLa zeigt, wie dieses Zusammenspiel den Hochlauf der Elektromobilität im schweren Fernverkehr ermöglicht.“
Sascha Hähnke, Geschäftsführer Remondis Sustainable Services GmbH:
„Die HoLa-Station in Lehre steht für den technologischen Lückenschluss zwischen dem Anspruch an nachhaltige Logistik und dem Realbetrieb von E-LKW im Fernverkehr. Damit ist die neue HoLa-Ladestation ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum CO2-neutralen Schwerlastverkehr in Deutschland und Europa.“
Melanie Falkenstern, Leiterin Shell Fleet Solutions DACH:
„Mit der Inbetriebnahme in Lehre bringen wir leistungsfähiges Megawattladen in den realen Kundeneinsatz. Für unsere Flottenkunden ist das ein entscheidender Schritt, um Elektromobilität im Fernverkehr wirtschaftlich nutzbar zu machen.“
Conrad Mummert, Head of SBRS (Shell Business Recharge Solutions):
„HoLa zeigt, dass Megawattladen technisch zuverlässig funktioniert und in bestehende Betriebsabläufe integriert werden kann. Die Erfahrungen aus dem Projekt sind eine wichtige Grundlage für den großflächigen Ausbau dieser Technologie.“
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Cautionary Note
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Shell’s net carbon intensity
Also, in this press release we may refer to Shell’s “net carbon intensity” (NCI), which includes Shell’s carbon emissions from the production of our energy products, our suppliers’ carbon emissions in supplying energy for that production and our customers’ carbon emissions associated with their use of the energy products we sell. Shell’s NCI also includes the emissions associated with the production and use of energy products produced by others which Shell purchases for resale. Shell only controls its own emissions. The use of the terms Shell’s “net carbon intensity” or NCI is for convenience only and not intended to suggest these emissions are those of Shell plc or its subsidiaries.
Shell’s net-zero emissions target
Shell’s operating plan and outlook are forecasted for a three-year period and ten-year period, respectively, and are updated every year. They reflect the current economic environment and what we can reasonably expect to see over the next three and ten years. Accordingly, the outlook reflects our combined Scope 1 and 2 target, NCI target and our oil products ambition over the next ten years. However, Shell’s operating plan and outlook cannot reflect our 2050 net-zero emissions target, as this target is outside our planning period. Such future operating plans and outlooks could include changes to our portfolio, efficiency improvements and the use of carbon capture and storage and carbon credits. In the future, as society moves towards net-zero emissions, we expect Shell’s operating plans and outlooks to reflect this movement. However, if society is not net zero in 2050, as of today, there would be significant risk that Shell may not meet this target. Forward-Looking non-GAAP measures This press release may contain certain forward-looking non-GAAP measures such as free cash flow and underlying operating expenses. We are unable to provide a reconciliation of these forward-looking non-GAAP measures to the most comparable GAAP financial measures because certain information needed to reconcile those non-GAAP measures to the most comparable GAAP financial measures is dependent on future events some of which are outside the control of Shell, such as oil and gas prices, interest rates and exchange rates. Moreover, estimating such GAAP measures with the required precision necessary to provide a meaningful reconciliation is extremely difficult and could not be accomplished without unreasonable effort. Non-GAAP measures in respect of future periods which cannot be reconciled to the most comparable GAAP financial measure are calculated in a manner which is consistent with the accounting policies applied in Shell plc’s consolidated financial statements. The contents of websites referred to in this press release do not form part of this press release. We may have used certain terms, such as resources, in this press release that the United States Securities and Exchange Commission (SEC) strictly prohibits us from including in our filings with the SEC. Investors are urged to consider closely the disclosure in our Form 20-F, File No 1-32575, available on the SEC website www.sec.gov.

