Die Station ist ein Modell für den weiteren Ausbau des deutschen Wasserstoff-Tankstellennetzes durch H2 Mobility. Zunächst 100, bald aber bis zu 400 solcher Tankstellen sollen bis 2023 bundesweit entstehen.

Vor allem bei der Diskussion, wie Deutschland seine Klimaziele erreichen kann, spielt Wasserstoff, kurz H2, eine große Rolle. Es ist eine der Möglichkeiten, das Kraftstoffangebot im Verkehrssektor klimafreundlich zu erweitern. Denn: Mithilfe von Wasserstoff, der mit erneuerbarer Energie erzeugt wurde, lassen sich klimaschädliche CO2-Emissionen deutlich senken.

Der Betrieb eines Brennstoffzellenfahrzeugs, das mit H2 fährt, verursacht weder CO2 noch umweltschädliche und gesundheitsgefährdende Stickoxide (NOx) oder Feinstaub-Emissionen.

Damit Wasserstoff-Mobilität zur Erfolgsgeschichte bei der Energiewende im Straßenverkehr wird, sind allerdings genügend Brennstoffzellen-Fahrzeuge sowie eine entsprechende Infrastruktur gleichermaßen nötig.

In der Vergangenheit galt dieses Henne-Ei-Dilemma als eines der Hindernisse bei der Einführung von Wasserstoff als Kraftstoff. Ohne genügend H2-Fahrzeuge auf der Straße keine Tankstellen. Und umgekehrt: Ohne Wasserstoff-Tankstellen auch keine Fahrzeuge.

Um diese Herausforderung zu lösen, ist die H2 Mobility an den Start gegangen, ein Gemeinschafts-Unternehmen von AirLiquide, Daimler, Linde, OMV, Shell und Total. Bis zu 400 Wasserstoff-Tankstellen wird das Unternehmen in Deutschland bis 2023 planen, errichten und betreiben.

Erste Wasserstoff-Stationen gibt es in Deutschland bereits zwar schon seit mehreren Jahren. Shell hat beispielsweise im Jahre 2011 in Berlin die weltweit größte H2-Station in Betrieb genommen und betreibt auch Anlagen in Hamburg. Hier standen jedoch anfänglich Forschung und Entwicklung im Vordergrund des Betriebs. Insgesamt sind derzeit 20 Wasserstoff-Tankstellen in Deutschland fertiggestellt, gefördert durch den Bund über das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP). Der Bund hat sich auch an der Errichtung der Wasserstoff-Station an der Schmiedestraße mit Fördermitteln in Höhe von 670.000 € beteiligt und trägt damit zum 50-Stationen-Programm der Clean Energy Partnership (CEP) bei.

Station in Wuppertal ist ein Modell für Nordrhein-Westfalen und Deutschland

Seit der Errichtung der ersten H2-Stationen ist die Wasserstofftechnik gewaltig vorangekommen, wie die vom Technologiekonzern Linde errichtete Station in Wuppertal zeigt. Sie bestehen mittlerweile überwiegend aus standardisierten Komponenten für die Lagerung, Kompression und Betankung. Platzsparend und flexibel werden sie an die Grundlayouts der Tankstelle vor Ort eingepasst.

Die neue Station in Wuppertal dient als ein Modell für den geplanten H2-Ausbau weiterer vorhandener Tankstellen. Drei Viertel der H2-Tankstellen in Deutschland sind derzeit mit Linde-Technik ausgerüstet.

Verkehrsgünstige Lage

Die Shell Tankstelle Wuppertal-Schmiedestraße liegt verkehrsgünstig am Autobahnkreuz Wuppertal-Nord in unmittelbarer Nähe der Autobahnen A1, A43 und A46. Sie verbessert damit die Versorgung der Metropolregion Rhein-Ruhr und dient zugleich dem Fernverkehr. Weitere Shell Stationen im Rahmen der H2 Mobility folgen noch in diesem Jahr in Hessen, Baden-Württemberg und Bremen.

Der Autofahrer kann die Zapfpistole einer Wasserstoff-Anlage ebenso leicht bedienen wie die für Benzin oder Diesel. Rund vier Minuten – und das Brennstoffzellen-Fahrzeug ist problemlos betankt.

Hochrangige Redner / Staatssekretär betont Bedeutung für die Energiewende im Verkehr

Zur Eröffnung der Station fand sich hochrangiger Besuch in Wuppertal ein: darunter Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur; Horst Becker, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW; Stijn van Els, Vorsitzender der Geschäftsführung Shell Deutschland Oil; Dr. Mathias Kranz, Leiter Application Technology, Linde; und Nikolas Iwan, Geschäftsführer der H2 Mobility Deutschland.

Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur

„Elektromobilität mit Brennstoffzelle bedeutet vor allem saubere Mobilität, schnelles Tanken und hohe Reichweite. Damit die Fahrzeuge jetzt auf die Straße kommen, brauchen wir ein großes H2-Tankstellennetz in Deutschland – in den Metropolen, entlang der Autobahnen und auch in der Fläche. Die Einrichtung von H2 Mobility-Stationen in konventionellen Tankstellen ist ein wichtiger Schritt für die Wasserstoff-Mobilität. Mit dem ,50-Tankstellen-Programm‘ entsteht ein bundesweites Grundnetz, dessen Aufbau wir mit 28 Millionen Euro fördern.“

Horst Becker, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW

„Die Belastung mit Stickstoffdioxid ist das Problem Nummer eins in der Luftreinhaltung - nicht nur in Nordrhein-Westfalen. Auch die Ergebnisse der Luftqualitätsmessung 2015 haben gezeigt: Stickstoffdioxid in der Luft gefährdet in den Städten an vielen Stellen die Gesundheit der Menschen, und deswegen muss die Stickstoffbelastung schnell und wirksam reduziert werden. Unser Ziel ist es, bis zum Jahr 2030 emissionsfrei mobil zu sein. Die Eröffnung der Wasserstofftankstelle in Wuppertal ist ein richtiger Schritt auf dem Weg, an dessen Ende wir endlich über eine saubere und emissionsfreie Mobilität verfügen werden."

Stijn van Els, Vorsitzender der Geschäftsführung Shell Deutschland Oil GmbH

„Wasserstoff-Technik ist eine vielversprechende Technologie, und H2 ein Kraftstoff der Zukunft. Wir gehen davon aus, dass dieser alternative Antrieb ab den zwanziger Jahren in Märkten wie Deutschland, England, Benelux und den USA eine immer größere Rolle spielt. Wir bei Shell sind auf Kurs.“

Dr. Mathias Kranz, Leiter Application Technology, Linde AG

„Hochmodernen, vollintegrierten Wasserstoff-Tankstellen wie dieser sieht man ihre Fortschrittlichkeit nicht auf den ersten Blick an. Die Wasserstoff-Technik arbeitet im Hintergrund und wird von vielen künftigen Kunden kaum bemerkt werden. Diese Normalität wünschen wir uns für die Nutzung des Wasserstoffs.“

Nikolas Iwan, Geschäftsführer H2 Mobility Deutschland GmbH

„Mit zurzeit 20 öffentlichen Wasserstoff-Tankstellen ist Deutschland klarer Vorreiter innerhalb Europas. Der weitere Aufbau der H2-Infrastruktur in Deutschland hat mit der Gründung des Unternehmens H2 Mobility konkrete Formen angenommen, und es wird in den nächsten Monaten sichtbar vorangehen."

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