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Motorradfahrer mit grünem Helm und schwarzer Jacke mit grünen Streifen fährt auf einem Roller durch eine städtische Umgebung, dargestellt in dynamischer Bewegung.

Welches Motorenöl für ein Motorrad?

Ein Motorrad braucht wie ein Auto das richtige Motorenöl. Motorradmotoren werden jedoch oft stärker beansprucht und benötigen daher Öle mit spezifischen Eigenschaften. Wir schlagen Ihnen vor, welches Motorenöl Sie für Ihr Motorrad wählen sollten.

1. Worauf ist bei der Auswahl von Motorenöl für Motorräder zu achten?

Motorenöl spielt bei einem Motorrad die gleiche Rolle wie beim Verbrennungsmotor eines Autos. Es schmiert hauptsächlich bewegliche mechanische Teile. Dadurch wird die Reibung zwischen den Motorkomponenten reduziert, was eine längere Lebensdauer gewährleistet.

Darüber hinaus hilft Motorenöl, Wärme abzuleiten und so den Motor zu entlasten. Zu den zusätzlichen Vorteilen gehören der Schutz vor Korrosion sowie die Entfernung von Verunreinigungen. Die Wahl des richtigen Motorenöls ist daher entscheidend, um den Motorradmotor und damit das gesamte Fahrzeug lange in einwandfreiem Zustand zu halten.

Die Frage, welches Motorenöl für Ihr Motorrad das Beste ist, lässt sich nicht pauschal beantworten, da dies von vielen Faktoren abhängig ist.
Das beste Motorenöl für ein Motorrad ist auf die Bedürfnisse und Parameter eines bestimmten Zweirads zugeschnitten.

Die Eigenschaften des Öls werden durch mehrere Parameter bestimmt. Zunächst einmal Viskosität und Qualitätsstandard.

Viskosität des Öls

Die Viskosität eines Motorenöls bestimmt sein Verhalten bei einer bestimmten Temperatur. Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich um ein Maß für die Pumpfähigkeit des Öls bei einer bestimmten Temperatur und seine Fähigkeit, einen Ölfilm zwischen den beweglichen Teilen des Motors zu bilden.

In der Praxis bestimmt die Viskosität die Leistung des Öls beim Starten des Motors bei niedrigen Temperaturen und unter hoher Belastung. Seine Parameter werden mit einer zweistelligen Codierung beschrieben, z.B. 5W-40.

  • Die erste Zahl mit dem Buchstaben "W" (Winter) gibt die Viskosität bei niedrigen Temperaturwerten an. Je niedriger der Widerstand, desto geringer ist der Widerstand des Öls während des Pumpens, was zu einem schnelleren Erreichen der beweglichen Teile führt, die geschmiert werden müssen. Dies ist besonders wichtig beim Starten des Motors.
  • Die zweite Zahl gibt die Viskosität bei hohen Temperaturen an – je höher die Temperatur, desto effektiver schützt das Öl den Motor bei Betrieb unter hoher Belastung. Die hohe Hochtemperaturviskosität erhöht die Dicke des Ölfilms bei starker thermischer Belastung des Motors. Dies führt zu einem besseren Schutz des Motors bei intensiven thermischen und mechanischen Belastungen. Es ist jedoch erwähnenswert, dass es auch zu einer Erhöhung des Innenwiderstands im Motor führt, was sich auf die Leistung und den Kraftstoffverbrauch auswirken kann.

Die Auswahl der geeigneten Ölviskosität hängt von den Empfehlungen des Motorherstellers und den Einsatzbedingungen des Zweirads ab.

Qualitätsnorm

Für die Bewertung der Qualität von Motorradmotorölen sind zwei Klassifizierungen entscheidend: API und JASO.

Die API-Klassifizierung legt die Qualität von Ölen für Ottomotoren (mit dem Buchstaben S gekennzeichnet) und für Dieselmotoren (mit dem Buchstaben C) fest. Die Bezeichnungen bestehen aus zwei Buchstaben, wobei der zweite den Qualitätsstandard angibt. Je weiter dieser Buchstabe im Alphabet steht (z. B. SM, SN usw.), desto fortschrittlicher sind die Eigenschaften des Öls.

Die JASO-Klassifizierung berücksichtigt hingegen die spezifischen Anforderungen von Motorrädern, z. B. den Betrieb einer Nasskupplung. Die am häufigsten verwendeten Kennzeichnungen sind JASO MA (für Motorräder mit Nasskupplung,- dieses Öl sorgt für das richtige Reibungsverhalten), MA2 (eine weiterentwickelte Version von MA) sowie JASO MB (für Motorräder mit Trockenkupplung, bei denen ein niedriger Reibungskoeffizient von Vorteil ist).

Kundin erhält in einem Geschäft eine Beratung zu Shell Advance Motorradöl, während ein Ansprechpartner in Shell Uniform die passende Ölflasche präsentiert und Regale voller Motorenöle im Hintergrund zu sehen sind.

2. Der Unterschied für Motorenöl bei Motorrädern: Zweitakt- vs. Viertaktmotoren

Die Wahl des richtigen Motorenöls bei Motorrädern hängt unter anderem vom Motortyp ab. Motorrad¬motoren werden in Zwei und Viertaktmotoren unterteilt. Jeder von ihnen hat einen anderen Aufbau und führt den Kraftstoff auf unterschiedliche Weise in den Brennraum. Die Unterschiede zwischen beiden Motorarten haben einen erheblichen Einfluss auf die Leistung des Motorrads, aber auch auf die Art der Wartung sowie auf den benötigten Öl Typ.
 
  • Bei Zweitaktmotoren besteht der Arbeitszyklus aus zwei Phasen: der Verdichtung des Kraftstoff-Luft-Gemisches und dessen Verbrennung. Zweitaktmotoren sind relativ einfach aufgebaut, erfüllen jedoch nur schwer die Abgasnormen.
  • Viertaktmotoren sind umweltfreundlicher. Ihr Arbeitszyklus besteht aus vier Phasen: Ansaugen, Verdichten, Verbrennen und Ausstoßen. Sie sorgen für einen geringeren Ölverbrauch und niedrigere Emissionen. Ihre Konstruktion ist komplexer, dafür bieten sie höhere Haltbarkeit und somit geringere Betriebskosten.
Das Motorenöl für ein Motorrad sollte speziell auf den Motortyp abgestimmt sein: Zwei- oder Viertakter. Unabhängig vom Motortyp hat das Öl eine Schmier- und Kühlfunktion zugleich. Aus diesem Grund muss es genau den Anforderungen des Herstellers an Viskosität und Qualitätsklasse entsprechen.
 
Shell bietet Shell Advance Öle an, die speziell für Zwei- und Viertaktmotoren entwickelt wurden. Zur einfachen Unterscheidung hat jedes Produkt im Angebot eine Nummer in seiner Bezeichnung, die auf den Motortyp hinweist. Aus diesem Grund ist der Shell Advance Ultra 2 für Zweitaktmotoren und der Shell Advance 4T Ultra 10W-40 für Viertaktmotoren konzipiert.

3. Welches Öl für einen Motorradmotor?

Theoretisch sollte Motorenöl seine Rolle sowohl im Auto als auch am Motorrad erfüllen. In der Praxis ist der Motorradmotor jedoch extremeren Betriebsbedingungen ausgesetzt. Zu beachten ist, dass Motorenöl in einem Motorrad mehr Funktionen hat als in einem Auto, da es auch das Getriebe und die Kupplung schmiert.

Welches Motorenöl sollte man also für ein Motorrad wählen? Befolgen Sie die Anweisungen des Herstellers für Ihr Zweirad und zusätzlich die Betriebsbedingungen. Detaillierte Informationen zu den Eigenschaften von Motorenöl für Ihr Motorrad finden Sie in der technischen Dokumentation des Fahrzeugs. Achten Sie genau auf die Ölviskosität und den Qualitätsstandard und passen Sie die Ölsorte an den Motortyp (Zwei- oder Viertakter) an. Des Weiteren können Sie unsere Shell LubeMatch Website aufsuchen, um Öl-Empfehlungen für Ihr Motorrad zu finden.

4. Wie oft sollte man das Motorenöl bei einem Motorrad wechseln?

Die Häufigkeit des Ölwechsels an einem Motorrad hängt von den Empfehlungen des Herstellers und den Betriebsbedingungen ab. Das durchschnittliche Intervall von Motorenöl bei Motorrädern beträgt 3.000 Kilometer. Wenn dieser Wert den Empfehlungen des Herstellers entspricht und Sie als Motorradfahrer lange Strecken zurücklegen, dann kann es sein, dass Sie das Öl auch mehrmals während der Saison wechseln müssen.

Darüber hinaus ist es eine gute Praxis, das Öl nach Ende der Saison zu wechseln. Diese Empfehlung ist auf die natürliche Ansammlung von Schmutz in der Ölwanne zurückzuführen. Das Schmiersystem eines Motorrads, das mehrere Wintermonate lang nicht benutzt wurde, kann Wasser und Verunreinigungen ansammeln, während das Öl selbst den Oxidationsprozess durchläuft. Aus diesem Grund ist ein Ölwechsel zu Beginn jeder Saison dringend zu empfehlen.

5. Jetzt wissen Sie, welches Motorenöl für Ihr Motorrad geeignet ist!

Sie wissen jetzt, worauf Sie bei der Wahl des Öls für Ihr Motorrad achten sollten und wie oft es gewechselt werden sollte. Die regelmäßige Kontrolle des Ölstands und -zustands sowie die Verwendung eines hochwertigen Produkts sind der Schlüssel, um die Effizienz des Motors über viele Jahre zu erhalten.

Wenn Sie auf der Suche nach einem guten Motorenöl für Ihr Motorrad sind, schauen Sie sich die Motorenöle der Shell Advance Reihe an. Wir empfehlen besonders die Shell Advance Ultra Öle mit der Shell PurePlus Technologie, die ein kristallklares Grundöl nahezu frei von Verunreinigungen erzeugt. Shell Advance Öle sind sowohl für Zweitakt- als auch für Viertakt-Motorräder konzipiert.

Schauen Sie sich die gesamte Palette der Shell Advance Öle an und wählen Sie das optimale Produkt für Ihr Zweirad!

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